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Weihnachtshaus

Wer steckt hinter dieser beeindruckenden Lichtshow?

Torgelow / Lesedauer: 2 min

Zwei auffallend weihnachtlich geschmückte und beleuchtete Häuser in Torgelow entwickeln sich zur Attraktion. Die Familien, die dort wohnen, erzählen, wie es dazu kam.
Veröffentlicht:09.12.2023, 17:00

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Diese Attraktion wollen zurzeit viele Menschen sehen. In der Pasewalker Straße in Torgelow stehen zwei Häuser, die im weihnachtlichen Lichterglanz erstrahlen. Autos stoppen oder fahren langsam vorbei. Passanten bleiben vor den Gebäuden stehen und fotografieren. Nicht wenige planen ihren Spaziergang so, dass sie an den Häusern vorbeikommen, nur, um dieses Lichterspektakel zu sehen.

Planung beginnt immer schon im Spätsommer

„Es gab unzählige positive Gespräche“, berichtet Stefan Kindermann von den Reaktionen der Leute. Der 38-Jährige und sein Nachbar Sebastian Schmidt (29) sind dafür verantwortlich, dass beide Häuser für die Weihnachtszeit besonders auffällig geschmückt sind. Dafür investieren sie viel Freizeit. „Im Spätsommer beginnen wir immer mit der Planung“, sagt Familienvater Sebastian Schmidt.

„Nach Feierabend und an den Wochenenden verbringen wir etliche Stunden damit. Wie viele genau, können wir gar nicht sagen“, erzählt Schmidt. Er nehme sogar immer die Woche zum Totensonntag Urlaub, um auch wirklich sicherzustellen, dass alle Lichter am darauffolgenden Montag erstrahlen. Sebastian Schmidts Ehefrau Vivien steht voll hinter dem Projekt. Und auch Stefan Kindermann hat die volle Unterstützung seiner Verlobten Anne-Marie Rudisch.

Hinter dem Torgelower Weihnachtshaus stecken Sebastian Schmidt und Stefan Kindermann (rechts). Sie werden von ihren Partnerinnen Vivien Schmidt beziehungsweise Anne-Marie Rudisch in ihrer Leidenschaft unterstützt.
Hinter dem Torgelower Weihnachtshaus stecken Sebastian Schmidt und Stefan Kindermann (rechts). Sie werden von ihren Partnerinnen Vivien Schmidt beziehungsweise Anne-Marie Rudisch in ihrer Leidenschaft unterstützt. (Foto: Andy Bünning)

Kurios: Die beiden Torgelower waren früher eher Weihnachtsmuffel. Woher kommt der Sinneswandel? „Es fing 2019 mit einer einzigen Lichterkette bei Sebastian an“, erinnert sich Stefan Kindermann. Danach habe auch er sich dazu entschlossen, weihnachtliche Dekoration zu kaufen. „So entstand dann ein kleiner Wettkampf. Im Wechsel haben wir immer wieder irgendwelche Dekoartikel gekauft und angebracht.“ So habe sich auch die Freundschaft zwischen den beiden Männern entwickelt und gefestigt.

Seit 2021 kümmern sich die beiden Torgelower nun gemeinsam um die weihnachtliche Deko. „Aus beiden Objekten ist so ein großes Ganzes entstanden“, freuen sie sich über das Ergebnis. 

Leuchtende Kinderaugen als Motivation

So viel Licht und Schnickschnack geht doch sicher ins Geld, oder? Die Männer  lächeln vielsagend und sprechen von einer vierstelligen Summe. „Jahr für Jahr haben wir die Deko erweitert oder an unsere Geschmäcker angepasst und verbessert.“ So steht auf dem Hof ein gut sechs Meter hoher Schneemann. An den Häusern sind leuchtende Tiernachbildungen zu sehen, dazu Sterne und unzählige Lichterketten. Dank moderner LED-Technik hielten sich die Stromkosten aber in Grenzen. 

Leuchtende Kinderaugen beim Anblick dieses Lichterspektakels, das die beiden „unser kleines Christmas-Wonderland“ nennen, motivieren die Torgelower Grundstücksbesitzer und treiben sie zu immer neuen Ideen an. Glückliche Menschen zu sehen, sei einfach wunderbar.