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Corona

Wie sicher ist der Schulweg im Bus?

Ferdinandshof / Lesedauer: 2 min

Ein Elternteil aus einem Dorf bei Ferdinandshof macht sich Sorgen um die Gesundheit seines Kindes. Es geht nicht um die Infektionsgefahr in der Schule selbst, sondern auf dem Weg dorthin.
Veröffentlicht:10.11.2020, 05:48

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Das Greifen-Gymnasium in Ueckermünde, die Grundschulen in Ueckermünde und Leopoldshagen, die Regionalen Schulen in Ueckermünde, Torgelow und Eggesin – allein in der Haff-Region sind beziehungsweise waren etliche Schulen vom Coronavirus betroffen, und die Liste ließe sich noch fortführen. Die große Masseninfektion ist zwar ausgeblieben – es gibt zumindest nach Informationen des Landkreises nur einzelne positive Tests pro Schule. Doch wir sind noch mittendrin in der Pandemie.

In der Schule selbst gelten strikte Hygiene-Maßnahmen, die das Land angeordnet hat, um so das Infektionsrisiko so gering wie möglich zu halten. Doch wie sieht es mit dem Schulweg aus? Etliche Kinder und Jugendliche fahren mit dem Bus zur Schule. Eine besorgte Mutter (Name ist der Redaktion bekannt) aus einem Dorf bei Ferdinandshof kritisierte nun, dass viele Kinder ihren Mund-Nasen-Schutz abnehmen würden, sobald sie aus dem Blickwinkel des Busfahrers verschwunden seien. „Die Hälfte der Kinder hat keine Masken auf. Sobald sie sitzen, sind die Masken ab“, hat die Mutter beobachtet.

"Eltern und Lehrer sollten Einfluss nehmen"

Die Tarifkooperation Vorpommern, zu der auch die Verkehrsgesellschaft Vorpommern-Greifswald (VVG) zählt, hat bereits Ende April das Tragen des Mund-Nasen-Schutzes in ihre Beförderungsbestimmungen aufgenommen. Nach Informationen der Busfahrer halten sich die Schüler überwiegend sehr gut an das Gebot, heißt es von der VVG auf Nordkurier-Nachfrage. „Die Kontrolle erfolgt beim Einstieg durch unser Fahrpersonal. Soweit es möglich ist und die Verkehrslage es erlaubt, prüfen unsere Busfahrer auch über den Rückspiegel die Einhaltung der Tragepflicht“, informiert die VVG mit, stellt aber auch klar: „Der Fokus liegt natürlich in der Gewährleistung eines sicheren Verkehrs, und nicht alle Bereiche im Bus sind einsehbar.“ Personal lediglich für die Kontrolle könne die Verkehrsgesellschaft nicht einstellen. Für eine stärkere Kontrolle der Beförderungsbestimmungen sei die Unterstützung der zuständigen Behörden erforderlich, teilt die VVG mit: „Des Weiteren können die Eltern und auch Lehrer einen größeren Einfluss auf die Kinder nehmen und sie über die Bedeutung der Maskenpflicht aufklären.“