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Zwei Bauwagen sollen  Treffpunkte für Jugendliche werden

Torgelow / Lesedauer: 2 min

Torgelows Jugend hat keinen Ort, um sich ungestört zu treffen. Das soll sich ändern: Die Stadt hat jetzt zwei Bauwagen für die jungen Leute gekauft.
Veröffentlicht:06.02.2024, 12:00

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Die Stadt Torgelow betreibt zwar seit vielen Jahren ein Schülerfreizeitzentrum in der Goethestraße. In Spechtberg gibt es auch das Jugend- und Beratungszentrum der Awo, erläuterte Bürgermeisterin Kerstin Pukallus (parteilos). Doch das Freizeitzentrum sei für Kinder im Grundschulalter ausgelegt. Am zweiten Ort würden sich vornehmlich Jugendliche mit Migrationshintergrund treffen. Auch wenn die Stadt hier das Gebäude finanziert und die Mitarbeiter bezuschusst, fehlt es an Treffpunkten, an dem Jugendliche ungestört zusammenkommen können und wo sie andersherum auch niemanden stören.

Ein Standort steht schon fest

Das soll sich aber in den nächsten Wochen und Monaten ändern, informierte die Bürgermeisterin. Sie Stadtverwaltung habe zwei Bauwagen von der OAS (Organisation für Arbeitsförderung und Strukturentwicklung) Pasewalk gekauft. Sie kosteten laut Bürgermeisterin 5000 Euro. Die beiden Wagen sollen sich in Treffpunkte für die Jugendlichen verwandeln.

Der eine Standort steht schon fest. Er soll zusammen mit zwei Fußballtoren – gesponsert von den Stadtwerken – am ehemaligen Getränkemarkt in der Espelkamper Straße aufgestellt werden. Dort gibt es eine rund 1000 Quadratmeter große Fläche in Stadteigentum. Hier könnte der Wagen zum Aktionstag im April präsentiert werden. Für den zweiten Wagen werde noch ein Standort gesucht.

Mit Graffiti gestalten

Über die Idee mit den Bauwagen sei bei den monatlichen Treffen mit dem Kinder- und Jugendbeirat beraten worden. Man habe überlegt, wie das Projekt umgesetzt werden könnte. Im besten Fall könnten die Bauwagen in die Hände der Jugendlichen gegeben werden, so die Bürgermeisterin.

„Dazu müssen aber Verantwortlichkeiten festgelegt werden“, sagte Kerstin Pukallus. Vielleicht könne auch der vor Kurzem eingestellte Streetworker ein Auge darauf haben. Die Stadt selbst könne die Verantwortlichkeit dazu nicht übernehmen. Die Jugendlichen sollten die Bauwagen ausstatten. Sie könnten die Wagen mit Graffiti gestalten. Ob sie auch zu beheizen sein werden, sei noch nicht klar. Denn es müssten auch Fragen der Sicherheit beachtet werden. All das werde in dem Konzept festgeschrieben sein, das noch zu erarbeiten ist.

Zusammenarbeit mit der Polizei

Beim Aufstellen der Bauwagen werde die Stadt auch mit der Polizei zusammenarbeiten und darauf achten, dass es zu keinen Reibereien innerhalb der drei Gruppen von Jugendlichen, die es in der Stadt gibt, kommt.

Um eine weitere Möglichkeit zu schaffen, könne vielleicht auch die Arbeit des Schülerfreizeitzentrums ausgeweitet werden, sodass auch ältere Schüler und Jugendliche hier einen Treffpunkt bekommen.