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Sprengstoffdetonation

Explosion auf Usedom – Jugendliche haben offenbar Böllerreste gemischt

Heringsdorf / Lesedauer: 2 min

Auf der Insel Usedom ist es in einer Wohnung zu einer Explosion gekommen, diese fing Feuer. Die Polizei ermittelt gegen zwei 18-Jährige, die verletzt wurden.
Veröffentlicht:13.11.2023, 18:32

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Nach einer Explosion in einer Wohnung in Heringsdorf auf der Insel Usedom geht die Polizei davon aus, dass die mutmaßlich verantwortlichen Jugendlichen Böllerreste zusammengemischt und die Detonation so verursacht haben. Nach ersten Erkenntnissen haben die beiden 18-Jährigen die Stoffe wohl gemischt, um selbst neue Böller zu bauen, wie ein Sprecher der Polizei am Dienstag sagte.

Am Montagnachmittag war es in einer Heringsdorfer Wohnung zu einer Explosion und Ausbruch eines Feuers gekommen. Die beiden 18-Jährigen wurden durch die Sprengstoff-Explosion und das Feuer verletzt.

Verletzungen durch Splitter und Feuer

Gegen 15 Uhr wurden die Rettungskräfte über den Brand in einer Wohnung in Heringsdorfer Kanalstraße alarmiert. Dort war es offensichtlich zu einer Explosion gekommen, als laut Polizei zwei 18-Jährige mit Pyrotechnik hantiert haben. Beide erlitten dabei Brand- und Splitterverletzungen, hieß es am Abend. Die beiden Verletzten wurde vor Ort behandelt.

In der Wohnung entstanden durch die Explosion erheblicher Schaden von mehreren tausend Euro. Bisher war eine Evakuierung des Mehrfamilienhauses nicht erforderlich, so die Polizei am Abend.

Sprengstoffermittler, Kriminalpolizei Anklam und der Munitionsbergungsdienst waren im Einsatz, um Spuren zu sichern und um weitere Pyrotechnik sicherzustellen. Gegen die beiden 18-Jährigen wird nun wegen der Sprengstoffexplosion ermittelt.

Ob es sich bei dem Sprengstoff um die in Deutschland verbotenen "Polenböller" handelt, müssen Ermittlungen zeigen. Immer wieder werden große Mengen Sprengstoff kiloweise über die Grenze geschmuggelt. In einem Fall sogar knapp 200 Kilogramm!

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