Fährmann-Tipp

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Unterwegs im Hullerbusch

Familie Rudolph und Enkel Nick starten an der Fährstation mit einem ausgeliehenen Wassertreter zu einer Angeltour.
Familie Rudolph und Enkel Nick starten an der Fährstation mit einem ausgeliehenen Wassertreter zu einer Angeltour.
Jörg Spreemann

Fährmann Tom zögert nicht lange, wenn seine Gäste nach seinem „Geheimtipp“ fragen.

 Die empfohlene Wandertour beginnt gleich nach der Überfahrt von Feldberg aus am Fähranleger. Zuerst schickt er die Interessierten zur Einstimmung zum ausgeschilderten Hauptmannsberg.

Auf diesem Areal, das von Buschwerk aber auch freien Grünflächen geprägt ist, bietet sich ein weiter Blick in die Feldberger Seenlandschaft. Bereits seit dem 14. Jahrhundert sollen Bauern hier den Wald zur Gewinnung von Bau- und Brennstoffen abgeholzt haben. Bis in die 60er Jahre des 20. Jahrhunderts weideten Kühe am Hauptmannsberg. Die Natur kam mit Busch und Baum zurück - heute müssen die Traumblicke durch Pflegemaßnahmen erhalten werden.

Landschaftliche Sensation der Gegend

Doch der Hauptmannsberg sei erst der Anfang, so der Fährmann. Wer nicht den sich anschließenden Hullerbusch durchschritten habe, verpasse eine landschaftliche Sensation der Gegend. Bergauf, bergab geht es durch den Buchenwald, meist in lichter Höhe entlang eines Steilufers am Carwitzer See. Thomas Voigtländer zählt die Stationen auf, die die Wanderer unterwegs erwarten.

Hünengrab und Teufelsstein

Erst kommt das Hünengrab, eine Ansammlung kapitaler Steinbrocken. Nicht endgültig geklärt ist, ob es dabei tatsächlich um eine alte Kultstätte handelt. Nicht weniger wahrscheinlich ist, dass hier die Gletscher während der Eiszeit die Steine zusammen geschoben haben. Und auch die „Kratzspuren“ auf dem Teufelsstein sind eine Folge des Klimawandels vor mindestens 10 000 Jahren.  Eine Sage liefert aber eine andere Version, die vor Ort auf Infotafeln nachgelesen werden kann.

Auf ins Kesselmoor

Wenige Minuten später macht der Weg einen Knick, um im Hullerbusch zu bleiben. Nun führt die Spur ins Kesselmoor. Über einen Steg gelangt man mitten ins Moor, ohne seltene Pflanzen wie das Wollgras oder den rundblättrigen Sonnentau zu zertrampeln. Über einen Hünenwall geht es zurück zur Straße, über die der Weg zurück zur Fähre führt. T In seinem  Laden hält der Fährmann Karten und Infomaterial ebenso bereit wie eine kleine Stärkung und Erfrischung für die Wanderer. Jeden Dienstag lädt er dort um 18 Uhr Neugierige zu seinen „Geschichten mit dem Fährmann“ ein.