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„Rote Bullen“ schauen nur nach oben

VonThomas WolferEmporkömmling RB Leipzig hat seit einem Jahr kein Spiel verloren. Die Sachsen wollen den Sprung aus der Regionalliga in den Profifußball ...

VonThomas Wolfer

Emporkömmling RB Leipzig hat seit einem Jahr kein Spiel verloren. Die Sachsen wollen den Sprung aus der Regionalliga in den Profifußball schaffen.

Leipzig.Verlieren ist bei RB Leipzig zum Fremdwort geworden. Seit genau einem Jahr ist der ambitionierte Fußball-Regionalligist ungeschlagen und wurde in dieser Saison als einzige Mannschaft in den vier höchsten deutschen Ligen noch nicht bezwungen. Nach zwei verpassten Aufstiegen wollen die von einem Getränke-Giganten aus Österreich finanzierten Sachsen den Sprung in den Profifußball schaffen. Die Form dafür scheint zu stimmen. Endlich. „Wir sind jetzt voll im Rhythmus“, sagte Kapitän Daniel Frahn nach dem lockeren 5:0 (2:0) gegen Schlusslicht Torgelower SV Greif. Die „Roten Bullen“ feierten damit den höchsten Saisonsieg und haben den Rasen nun seit dem 21. April 2012 (0:1 bei Holstein Kiel) nicht mehr als Verlierer verlassen. Für den Spitzenreiter der Regionalliga Nord gab es in 24 Spielen bislang 18 Siege und sechs Unentschieden. Der Vorsprung auf Carl Zeiss Jena (drei Spiele weniger) beträgt 18 Punkte. „Wir wollen bis zum Saisonende so weitermachen“, sagte Trainer Alexander Zorniger.
Der Aufstieg in die 3. Liga ist das erklärte Ziel. Zuletzt war RasenBallsport trotz großer Investitionen am Chemnitzer FC (2011) und dem Halleschen FC (2012) gescheitert. Zusätzliche Schwierigkeit in dieser Saison: Nach dem wahrscheinlichen Staffelsieg wartet noch die Relegationsrunde mit Hin- und Rückspiel. Zwar stimmte die Form zuletzt, die Mannschaft mit dem mit Abstand größten Etat der Liga enttäuschte jedoch auch mehrfach. „Ich denke, dass es mit unser jetzigen Aufstellung passt“, meinte Frahn, der bislang 19 Saisontore erzielte. Auch mit den Fans hat sich die Mannschaft rechtzeitig versöhnt. Trainer Zorniger hatte zuletzt Kritik am erfolgsverwöhnten Publikum geübt („Wir brauchen die Unterstützung. Und zwar nicht, wenn wir 4:0 vorne liegen.“), sieht die Probleme nach der guten Stimmung in der WM-Arena während des Spiels gegen Torgelow aber ausgeräumt. „Es geht insgesamt Stück für Stück voran“, sagte Zorniger.