Während des Bahnstreiks
Abschleppdienst holt Auto von den Schienen

Am Montagvormittag musste ein Pannendienst auf Rügen ein Auto auf Schienen abschleppen.
Am Montagvormittag musste ein Pannendienst auf Rügen ein Auto auf Schienen abschleppen.
Daniel Karmann

Auf Rügen hat ein Mann mit seinem Auto mehrere hundert Meter auf Bahngleisen zurück gelegt, eher dieses von einem Pannendienst ins Schlepptau genommen wurde.

Dieser Einsatz war für die Mitarbeiter eines Appschleppdienstes auf Rügen offebar alles andere als alltäglich. So beginnt ein Facebookbeitrag des Dienstes zu einem Vorfall am Montag mit den Worten: „Heute mal was ganz anderes gehabt!”

Dann folgen Fotos, die zeigen, wie ein Pannenhelfer mit seinem Dienstwagen einen grauen Opel ins Schlepptau genommen hat. Soweit so gewöhnlich. Das Ganze spielte sich allerdings auf Schienen zwischen den Bahnhöfen Sassnitz-Lanken und Sagard ab.

Einem Bericht der Ostsee-Zeitung zufolge handelt es sich bei dem Fahrer um einen 61-jährigen Mann, bei dem nach dem Vorfall in einer Klinik eine geistige Verwirrung diagnostiziert worden ist. Der Konsum von Drogen oder Alkohol sei dem Fahrer demnach nicht nachgewiesen worden.

Auf der betroffenen Bahnstrecke verkehrt in der Regel ein Regionalzug im Stundentakt. Aufgrund eines Warnstreiks der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft waren dort am Montagvormittag jedoch keine Züge unterwegs. Laut Ostsee-Zeitung ist die Bahnstrecke gegen 11.30 wieder für den Verkehr freigegeben worden.