Ein Modell der zukünftigen Besucherbrücke über der Aussichtsplattform Königsstuhl an der Kreideküste
Ein Modell der zukünftigen Besucherbrücke über der Aussichtsplattform Königsstuhl an der Kreideküste der Insel Rügen. Um den 118 Meter hohen Kreidefelsen an der Ostsee zu schützen, sollen Besucher zukünftig auf einem 185 Meter lang Brücken-Rundgang über der Steilküste die Aussicht bewundern. Ursprünglich sollte der Bau im Sommer 2022 fertig sein. Jens Büttner
Eröffnung

Aussichts-Plattform am Königsstuhl auf Rügen wird später fertig

Die Arbeiten an der neuen Aussichtsplattform am Königsstuhl auf der Insel Rügen dauern etwas länger als geplant. Der Weg zum Kreidefelsen bleibt deshalb länger offen.
dpa
Sassnitz

Statt zur Hauptsaison im Sommer werde die Eröffnung nun voraussichtlich im Frühherbst stattfinden, teilte das Nationalpark-Zentrum Königsstuhl am Dienstag mit. Einen genauen Termin gibt es noch nicht, es wird mit noch etwa sechs Monaten Bauzeit gerechnet.

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Die neue Aussichtsplattform, der sogenannte Königsweg, soll an einem Mast hängend mehrere Meter über dem Kreidefelsen schweben. Auf diese Weise soll das 118 Meter hohe Wahrzeichen der Insel künftig geschont werden und gleichzeitig die Aussicht erhalten bleiben. Insbesondere der Weg zur bisherigen Aussichtsplattform auf dem Felsen ist von Erosion betroffen.

Rund 300.000 Gäste pro Jahr

Die Arbeiten an der ovalen, 185 Meter langen Stahlkonstruktion hatten 2021 begonnen. Vor allem die Verankerung im Boden habe deutlich länger gedauert als ursprünglich angenommen, erklärte das Nationalpark-Zentrum. Die Kosten für das Projekt werden mit rund 7,5 Millionen Euro beziffert.

Das Nationalpark-Zentrum am Königsstuhl besuchen rund 300.000 Gäste pro Jahr. Für sie hat die Verzögerung auch etwas Gutes: Der Weg zum Kreidefelsen soll nun erst Ende Juni endgültig geschlossen werden. Das gesamte Areal des Nationalparks Jasmund mit seinem rund 500 Hektar großen Buchenwald ist seit 2011 Unesco-Weltnaturerbe.

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