Betrüger fordern ihre Opfer oft auf, Internet-Bezahlkarten zu kaufen und zu übermitteln.
Betrüger fordern ihre Opfer oft auf, Internet-Bezahlkarten zu kaufen und zu übermitteln. © Coloures-Pic - stock.adobe.com
Betrugsmaschen

Betrüger sind auf Insel Rügen zweimal erfolgreich

Insgesamt 3500 Euro verloren ein 62-Jähriger und eine 72-Jährige auf Rügen durch Betrug per Internet und Handy – die Polizei erneuert ihre Warnungen.
Insel Rügen

Am Dienstag wurden der Polizei gleich zwei Betrugsmaschen auf der Insel Rügen gemeldet, bei der die Täter erfolgreich waren – und die Opfer wurden um insgesamt 3.500 Euro gebracht.

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Zunächst bekam ein 62-jähriger Mann beim Surfen im Internet die Meldung, dass sein Computer gehackt worden sei und er seinen Personalausweis übermitteln solle, berichtet die Polizei. Für angebliche Serviceleistungen sollte er dann mit einer fadenscheinigen Begründung die Codes von Steam-Karten übermitteln, also von Gutscheinkarten für einen Internet-Shop. Der Mann kam dieser Forderung nach und verlor so 1000 Euro. Und durch weitere Überweisungen von seinem Konto verlor er noch einmal fast 500 Euro.

72-Jährige wird per WhatsApp betrogen

Auf einen Betrug per WhatsApp fiel dann eine 72-jährige Frau rein. Sie bekam eine Nachricht auf ihr Handy. Mit der altbekannten Masche, berichtet die Polizei: Die angebliche Tochter meldete sich und behauptete in der Nachricht, eine neue Handynummer zu haben. Ihr Handy sei kaputt und deswegen eine eilige Überweisung nicht selbst vornehmen zu können. Die Mutter wird dann per Textnachricht darum gebeten, diese Überweisung zu übernehmen. Im Glauben, tatsächlich mit ihrer Tochter zu schreiben, hat die Frau von der Insel Rügen fast 2000 Euro überwiesen.

Zum Thema WhatsApp-Betrug rät die Polizei: „Bleiben Sie misstrauisch bei Nachrichten dieser Art, die per SMS, Anruf, WhatsApp oder sonstige Messenger-Dienste ankommen. Speichern Sie vermeintlich neue Nummer von Verwandten nicht sofort ab, sondern fragen sie unter der altbekannten Nummer nach, ob das mit der neuen Nummer stimmt.”

Eine weitere Methode, um Betrüger zu enttarnen: „Stellen Sie bei solchen Nachrichten Fragen, die wirklich nur der echte Sohn, die echte Tochter oder sonstige Angehörige beantworten könnten. Im Zweifel fliegt der Schwindel so auf”, rät die Polizei. Im Zusammenhang mit dem ersten Fall weist die Polizei darauf hin, dass Täter ihre Opfer oft dazu auffordern, Prepaid-Karten für Online-Käufe, wie zum Beispiel paysafecards oder so genannte Steam-Karten zu erwerben.

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