Keine Maske

Drei Personen verprügeln Erlebnishof-Mitarbeiter auf Rügen

Zwei Männer und eine Frau trugen keine Masken auf einem Erlebnishof in Zirkow. Als sie des Geländes verwiesen werden sollten, schlugen und bespuckten sie vier Mitarbeiter.
Zirkow

Drei Personen sind am Donnerstag auf einem Erlebnishof in Zirkow auf der Insel Rügen handgreiflich geworden. Weil sie von den Mitarbeitern aufgefordert worden sind, Masken zu tragen, sind die zwei Männer und die Frau laut der Polizei aggressiv geworden. Als sie dann des Geländes verwiesen werden sollten, bespuckten und schlugen sie auf einmal die Angestellten.

Gegen 17 Uhr ging bei der Polizei der Notruf nach einer körperlichen Auseinandersetzung infolge eines Verstoßes gegen die Corona-Richtlinien ein. Auf dem Erlebnishof hatte eine Gruppe, bestehend aus einem schlanken Mann, einem korpulenten Mann und einer Frau, eine Auseinandersetzung mit Mitarbeitern. Nach derzeitigen Polizeikenntnissen war die Ursache die mehrmalige Aufforderung des Personals, sich an die geltende Maskenpflicht zu halten. Die Gruppe reagierte jedoch darauf mit Unverständnis und schließlich aggressivem und drohendem Verhalten.

Mit Faust auf Auge des Mitarbeiters

Daraufhin wurden die Personen des Geländes verwiesen und zwei Mitarbeiter des Erlebnishofes dirigierten sie in Richtung Vorplatz. Dabei versuchte der schlanke Täter, einem 38-jährigen Mitarbeiter mit der flachen Hand in das Gesicht zu schlagen. Die beiden Begleiter bespuckten und beschimpften währenddessen die weiteren hinzugerufenen Angestellten. Anschließend schlug wiederum der schlanke Täter einem ebenfalls 38 Jahre alten weiteren Beschäftigten mit der Faust in das Gesicht und verletzte ihn am Auge. Außerdem ging die Brille des Geschädigten zu Bruch.

Der Täterwurde daraufhin mit Hilfe eines 34-jährigen Kollegen zu Boden gebracht. Die beiden anderen Tatverdächtigen traten daraufhin nach den Mitarbeitern und schubsten sie von dem Mann am Boden weg. Ein weiterer Kollege, im Alter von 36 Jahren, griff ein und wollte den Täter erneut am Boden festhalten, hier wurde auch er von dem korpulenten Täter getreten und geschubst, sodass der schlanke aufstehen konnte. Die unbekannte Frau schlug, trat und spuckte währenddessen weiterhin nach den anderen geschädigten Angestellten.

Autokennzeichen flugs abmontiert

Die Tatverdächtigen begaben sich zu ihrem Auto. Den Versuch der Mitarbeiter, das Kennzeichen abzulesen, unterband der schlanke Täter, indem er auf die Geschädigten mit einem Schraubenzieher in der Hand zuging und sie verbal bedrohte. Anschließend begab er sich erneut zum Auto, in welchem seine Mittäter bereits saßen, montierte die Kennzeichen ab und alle drei flüchteten vom Tatort. Die vier deutschen Geschädigten wurden durch die Tat leicht verletzt.

Der schlanke Täter konnte durch die Geschädigten folgendermaßen beschrieben werden:

  • etwa 1,70m bis 1,80m groß
  • Sehr schlanke Statur
  • lange schwarze Haare
  • Ohrring/ Tunnel im linken Ohr
  • Bekleidet mit einem hellblauen Poloshirt
  • Mitgeführt hatte er eine schwarze Umhängetasche.

Die tatverdächtige Frau hat

  • lange braune Haare
  • ein Piercing in der Unterlippe
  • und war bekleidet mit einem rosa T-Shirt und einer grünen Hose.

Zu dem korpulenten Mittäter liegt keine Personenbeschreibung vor. Die Herkunft der Tatverdächtigen ist unbekannt. Ein Sprecher des Polizeireviers Sassnitz sagte auf Nordkurier-Anfrage, dass die Personen südeuropäisch ausgesehen haben sollen.

Auto ist ein Nissan mit auffälligen orange-roten Felgen

Bei dem Fahrzeug der Täter handelt es sich nach bisherigem Stand der Ermittlungen um einen schwarzen Minivan der Marke Nissan mit auffälligen orange-roten Felgen, abgedunkelten Seiten- und Heckscheiben und hellen Türgriffen.

Die Kriminalpolizei hat die weiteren Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung, Bedrohung und Sachbeschädigung übernommen. Wer Hinweise auf die Täter geben kann, wird gebeten, sich telefonisch oder persönlich an das Polizeirevier Sassnitz unter der Telefonnummer 038392 3070, jede andere Polizeidienststelle oder die Internetwache unter www.polizei.mvnet.de zu wenden.

Der Artikel ist am 24.07.2020 um 19:54 Uhr um den letzten Satz im drittletzten Absatz ergänzt worden.

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