DARKNET-HANDEL AUFGEDECKT

Drogenrazzia entlang der Ostseeküste

Aufgrund des Verdachts auf illegalen Drogenhandel im Darknet ermittelt die Kriminalpolizeiinspektion Anklam nun in Barth und auf der Insel Rügen. Am Mittwoch wurden die ersten Wohnungen durchsucht.
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Die Verdächtigen sollen mit den Betäubungsmittel im Internet gehandelt haben, so die Polizei. Foto: Polizei
Die Verdächtigen sollen mit den Betäubungsmittel im Internet gehandelt haben, so die Polizei. Polizei
Barth/Rügen ·

Betäubungsmittel mit einem Wert von über 3000 Euro wurden bei einer Drogenrazzia in Barth, Sassnitz, Bergen und Garz gefunden. 52 Beamte sollen laut Polizei für die Durchsuchungen an den sechs Objekten am Mittwochmorgen zeitgleich eingesetzt worden sein. Grund dafür sei das Ermittlungsverfahren gegen mehrere Personen von der Insel Rügen und aus Barth. Das Fachkommissariat für Rauschgiftdelikte der Kriminalpolizeiinspektion Anklam ermittelt seit März 2017.

Sechs Personen stehen im Verdacht, über das sogenannte Darknet gewerbsmäßigen Handel mit Drogen in nicht geringen Mengen getrieben zu haben. Aufgrund der Ermittlungsergebnisse der Beamten erließ das Amtsgericht Stralsund Durchsuchungsbeschlüsse für die Wohnungen. Die Ermittler der KPI Anklam erhielten dabei Unterstützung von Diensthundführern aus Stralsund und Kräften des Landeskriminalamtes und des Landesbereitschaftspolizeiamtes.

Bitcoin-Konto diente vermutlich für den Darknet-Handel

Die Polizei teilt mit, dass Betäubungsmittel im Wert von 3000 Euro beschlagnahmt wurden. Dazu gehören über 100 Gramm Cannabis, etwa 80 Gramm Ecstasypulver, über 60 Ecstasytabletten, rund 70 Gramm Potenzmittel russischer Herkunft und über 30 Gramm Amphetamine.

Darüber hinaus sollen mehrere Hundert Euro Bargeld, Rechentechnik, Speichermedien und Mobilfunktelefone sichergestellt worden sein. Außerdem führten die Durchsuchungen der Polizei laut eingenen Angaben zur Feststellung eines Bitcoin-Kontos, welches wahrscheinlich für den Zahlungsverkehr im Darknet genutzt wurde. Auf Weisung der Staatsanwaltschaft Stralsund wurde dieses Konto eingefroren.

Die Ermittlungen der Polizei gegen den 37-jährigen Hauptverdächtigen und fünf tatverdächtige Mittäter dauern weiter an. Dabei handle es sich um drei Frauen im Alter von 27, 35 und 64 Jahren; sowie zwei Männer die 36 und 43 Jahre alt sind.

 

 

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