Rügen
Hafenchef von Mukran fordert "Willkommenskultur für Tagesgäste"

Am Fährhafen Sassnitz-Mukran sollen viel mehr Kreuzfahrtschiffe ankommen. Bislang laufen etwa fünf Ozeanriesen pro Jahr die Insel an.
Am Fährhafen Sassnitz-Mukran sollen viel mehr Kreuzfahrtschiffe ankommen. Bislang laufen etwa fünf Ozeanriesen pro Jahr die Insel an.
Klaus Grabowski

Die Touristiker der Insel beraten darüber, Rügen zukünftig viel stärker als Ziel für Kreuzfahrtschiffe zu etablieren.

Der Hafen Mukran auf Rügen will stärker von Kreuzfahrtschiffen profitieren. Dabei gehe es jedoch nicht um Kreuzfahrtriesen, sondern um kleinere Schiffe, die insgesamt ein Viertel aller Schiffsanläufe im Ostseeraum ausmachten, teilte der Hafen Mukran Port am Freitag mit. Touristiker, Hafenvertreter und Politiker berieten am Donnerstag, wie die touristischen Angebote der Insel Rügen für dieses Ziel aufgestellt werden müssten.

„Wir haben eine verstärkte Nachfrage seitens nationaler und internationaler Reedereien für regelmäßige Anläufe in Mukran”, sagte Hafenchef Harm Sievers. Er forderte eine enge Kooperation der lokalen Tourismuswirtschaft. Ziel sei eine Willkommenskultur für Tagesgäste.

Mukran ist der östlichste Tiefwasserhafen Deutschlands. Im Jahr 2017 reisten laut Statistischem Amt knapp 303.000 Passagiere über den Hafen. Nach Hafenangaben laufen derzeit drei bis fünf Kreuzfahrtschiffe pro Jahr die Insel an. Eine Rederei hatte im Sommer eine neue Fährverbindung von Mukran zur dänischen Insel Bornholm eingerichtet und geht von einem starken Passagierzuwachs aus.