POLIZEI

Illegale Party auf Rügen verhindert

In den sozialen Medien wurde für eine Party an einem geheimen Ort auf der Ostseeinsel Rügen geworben. Die Polizei kam den Veranstaltern auf die Schliche – einer kam in Haft.
Die Polizei hat am Wochenende eine illegale Party auf der Insel Rügen verhindert.
Die Polizei hat am Wochenende eine illegale Party auf der Insel Rügen verhindert. A3446 Patrick Seeger
Garz.

Die Polizei hat am Wochenende eine illegale Party auf der Insel Rügen verhindert. Es habe bereits vor etwa drei Wochen einen Hinweis darauf gegeben, dass vom 19.09. bis voraussichtlich 20.09.2020 eine nicht genehmigte Musikveranstaltung auf der Insel geplant war, teilten die Beamten am Montag mit. Die unbekannten Veranstalter hatten in den sozialen Medien für die Party geworben, ohne den konkreten Veranstaltungsort zu benennen.

Recherchen erhärteten diesen Verdacht, sodass ein Polizeieinsatz vorbereitet wurde, so die Beamten weiter. Nach umfangreichen Ermittlungen konnte demnach der genaue Veranstaltungsort, ein Waldstück in der Nähe von Karnitz bei Garz, ermittelt werden. Der Eigentümer des Waldes wusste nichts von dem geplanten Event. Er erfuhr erst von der Polizei davon. Zu diesem Zeitpunkt hatten die Veranstalter schon mit dem Aufbau begonnen.

Mehr lesen: Polizei löst illegale Party in Schwerin auf

Am Samstagmittag suchte die Polizei den Veranstaltungsort auf und kündigte an, dass die Party von der zuständigen Behörde verboten würde. Am Nachmittag erhielten die Veranstalter von der Ordnungsbehörde die schriftliche Verbotsverfügung. Die Veranstalter informierten daraufhin die Teilnehmer über die sozialen Medien über die Absage der Veranstaltung und begannen mit dem Abbau.

Die Polizei führte Kontrollen in unmittelbarer Nähe durch und konnte eine Anreise von Teilnehmern unterbinden. In den Abendstunden hatten die Verantwortlichen alles zurückgebaut. Bei einer Personenüberprüfung stellte sich zudem heraus, dass gegen einen der Veranstalter ein offener Haftbefehl aufgrund einer nicht gezahlten Geldstrafe vorlag. Der 42-jährige Deutsche wurde durch Einsatzkräfte in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.

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Kommentare (2)

Was war denn nun der wahre Grund, um die Party aufzulösen?
Aus dem Artikel lese ich nur heraus, das der Waldbesitzer nicht informiert war.
Muss ich meine Geburtstagsfeier jetzt schon beim Ordnungsamt anmelden und um Genehigung betteln?
Hat man bei der Polizei nichts besseres zu tun, als in den (angeblich) solzialen Medien nach Partys zu suchen?
Wenn die Polizei unterbeschäftigt sein solte, hier ein Tipp:
alle zwie Stunden fährt ein RE von Berlin nach Stralsund bzw. von Stralsund nach Elsterwerda.
An Bord Gruppenkuscheln mit und ohne Maske.Polizei habe ich dort bisher noch nie gesehen.

1.... Antwort ist eigentlich ganz einfach. siehe § 8 Abs.1 Verordnung der Landesregierung zur weiteren schrittweisen Lockerung
der coronabedingten Einschränkungen des öffentlichen Lebens in Mecklenburg-Vorpommern (Corona-Lockerungs-LVO MV)
Vom 7. Juli 2020* Stand: letzte berücksichtigte Änderung: zuletzt geändert durch Verordnung vom 8. September 2020 (GVOBl. M-V S. 858) Zuzüglich der Zustimmung des Grundstückseigentümers.

2. Für Kontrollen in den Zügen ist die Bundespolizei zuständig, nicht die Landespolizei.

3. Aber nehmen wir mal an, es gäbe Corona nicht. Selbst dann wäre zu prüfen ob diese Musikveranstaltung Genehmigungspflichtig wäre. Der Veranstalter läd zu einer Musikveranstaltung mit noch anonymen Ort ein. Vielleicht wird auch ein Endgeld verlangt. Dann handelt es sich um eine Gewerbliche Veranstaltung und bedarf auf der Grundlage der Gewerbeordnung § 68 ff GeWO oder aber auf der Grundlage des Gesetz über die öffentliche Sicherheit und Ordnung in Mecklenburg-Vorpommern
(Sicherheits- und Ordnungsgesetz – SOG M-V)[1] vom 27. April 2020 (GVOBl. M-V S. 334), GS Meckl.-Vorp. Gl. Nr. 2011-3
§ 1,2, 4 einer Genehmigung zur Gewährleistung der Öffentlichen Sicherheit oder Ordnung.