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Ironman-Weltmeister hat Bock auf Rügen

Weltmeister Patrick Lange, hier bei seinem Sieg 2017 auf Hawaii, startet am Sonntag auf der Insel Rügen.
Weltmeister Patrick Lange, hier bei seinem Sieg 2017 auf Hawaii, startet am Sonntag auf der Insel Rügen.
Thierry Deketelaere

Auf der Insel Rügen wird am Sonntag zum fünften Mal der Halb-Ironman ausgetragen. Das Feld der Triathlon-Profis ist erlesen.

Der Herausforderer hat vorgelegt, der Weltmeister ist am kommenden Sonntag gefordert. Eine Woche nach dem eindrucksvollen Auftritt von Jan Frodeno bei der Halb-Ironman-Weltmeisterschaft in Südafrika gibt sich Patrick Lange beim 70.3-Ironman auf der Insel Rügen die Ehre.

Fünf Wochen vor der Ironman-Weltmeisterschaft auf Hawaii ist es der letzte Formtest für Lange. Der 32-Jährige gewann das Rennen auf Rügen im Vorjahr, wenige Wochen später triumphierte er in Kona.

Auch am Sonntag gilt Lange als Top-Favorit, doch der Triathlet gab sich dieser Tage in einem Interview mit dem TV-Sender Sport1 zurückhaltend. „Man kann so etwas nicht für garantiert nehmen, es ist Leistungssport.” Er fühle sich aber gut, habe richtig Bock auf Rügen.

Forden läuft neuen Rekord beim Halbmarathon

Die Leistung von Frodeno in Südafrika bezeichnet Lange als „Monster-Leistung”. „Frodo” hatte vor einer Woche in 3:36,30 Stunden gewonnen und war dabei den Halbmarathon in 1:06,33 Stunden gerannt – neuer Ironman70.3-Rekord über die 21,1 Kilometer.

Solche Zeiten sind auf Rügen am Sonntag eher nicht zu erwarten, ein spannendes Rennen mit Ironman-Weltmeister Lange als der Star dürfte es allemal werden.

Außer Lange haben auch der Vorjahrszweite Franz Löschke aus Potsdam sowie der Rostocker Michael Raelert gemeldet. Raelert räumte zuletzt aber ein, noch nicht die gewünschte Form zu haben. Am Start auf Rügen will er aber erst einmal festhalten.

Ehemalige Siegerin muss verletzt absagen

Bei den Damen tragen Laura Philipp und Laura Zimmermann die deutschen Hoffnungen an der Ostsee. Natascha Schmitt, die 2015 auf Rügen gewann und einen Start auf Rügen fest eingeplant hatte, musste verletzungsbedingt absagen. „Es ist schade, weil ich dort wirklich sehr gern gestartet wäre”, sagte sie.

Das Rennen wird am Sonntag um 10 Uhr im Ostseebad Binz gestartet. Dann gehen insgesamt mehr als 1400 Frauen und Männer auf die Strecke, darunter sind auch wieder einige Triathleten aus der Region.

Kurzfristige Anmeldungen sind nicht mehr möglich. „Der Ironman ist seit sechs Monaten ausverkauft. Die Kapazität ist erreicht, mehr geht nicht”, sagte Katja Brand, Sprecherin der Ironman Germany GmbH.

Hochklassigen Sport schon am Samstag

Der Halb-Ironman wird auf Rügen in diesem Jahr zum fünften Mal ausgetragen, für viele Sportler ist es mittlerweile der Höhepunkt der Triathlon-Saison. „Es ist diese Grundstimmung, die auf Rügen herrscht. Man hat ein wenig Urlaubsfeeling, tritt aber auch bei einem Ironmann an”, so Brand. Im Vorjahr habe alles gestimmt: Wetter, Stimmung, die Leistungen der Athleten.

Hochklassigen Ausdauersport gibt es aber nicht erst am Sonntag zu sehen, sondern bereits einen Tag zuvor. Auf Rügen wird am Samstag das Finale der Triathlon-Bundesliga ausgetragen.

Athletin vom SC Neubrandenburg ist dabei

14 Damen- und 16 Herrenmannschaften mit insgesamt 136 Athleten aus 15 Nationen gehen auf die Sprintdistanz (750 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren, 5 Kilometer Laufen).

Bei den Rennen vor der Ostsee-Kulisse in Binz wird auch die Neubrandenburgerin Lena Meißner an der Startlinie stehen. Die Sportlerin vom SC Neubrandenburg geht für das Team Buschhütten auf die Strecke. Start der Damen am Samstag ist um 13.30 Uhr, die Männer sind ab 16.30 Uhr gefordert.