„KÖNIGSLINIE”

MV will Fährverbindung von Rügen nach Schweden retten

Die „Königslinie” Sassnitz-Trelleborg war bereits totgeglaubt. Jetzt ist die Reederei Weiße Flotte an der Verbindung interessiert, die Landesregierung bietet eine riesige Finanzspritze an.
dpa
Hoffnung für die Eisenbahnfähre „Sassnitz”: Die MV-Regierung will mit 800.000 Euro unter die Arme greife
Hoffnung für die Eisenbahnfähre „Sassnitz”: Die MV-Regierung will mit 800.000 Euro unter die Arme greifen. Stefan Sauer
Sassnitz.

Für die eingestellte Fährverbindung von Sassnitz ins schwedische Trelleborg gibt es neue Hoffnung. Die Reederei Weiße Flotte, die zum Unternehmensverbund Förde Reederei Seetouristik (Flensburg) gehört, erwägt, einen Katamaran aus Südspanien an die Ostsee zu verlegen. Dafür bat sie das Land Mecklenburg-Vorpommern um finanzielle Hilfe.

800.000 Euro für neuen Katamaran

„Die Landesregierung will das gerne mit 800.000 Euro als Starthilfe unterstützen”, sagte Vorpommern-Staatssekretär Patrick Dahlemann (SPD) am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur.

„Die „Königslinie” ist nicht nur stolze Tradition und regionale Identität für die Insel Rügen, sondern auch die Anbindung Vorpommerns an den internationalen Tourismus”, erklärte er. Zuvor hatte der Sender NDR 1 Radio MV daüber berichtet.

120 Beschäftigte wären arbeitslos

Wegen der Corona-Krise und sinkenden Passagierzahlen war die Linie vorübergehend bis 31. Mai eingestellt worden. Anfang April kündigte Stena Line die komplette Schließung der 110 Jahre alten „Königslinie” als kürzester Verbindung zwischen Deutschland und Schweden an. Als Grund nannte die Reederei neben den Auswirkungen der Covid-19-Pandemie die angespannte wirtschaftliche Situation wegen sinkender Frachtaufkommen. Von der Einstellung der Route wären dem Sprecher zufolge rund 120 Beschäftigte betroffen.

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