Flüchtlingskonferenz von Évian
Neue Ausstellung in Prora auf Rügen

Vom 6. bis 15. Juli 1938 hatten sich im französischen Évian-les-Bains Vertreter von 32 Staaten getroffen, um über den Umgang mit jüdischen Flüchtlingen aus Deutschland und Österreich zu beraten.
Vom 6. bis 15. Juli 1938 hatten sich im französischen Évian-les-Bains Vertreter von 32 Staaten getroffen, um über den Umgang mit jüdischen Flüchtlingen aus Deutschland und Österreich zu beraten.

Im Juli 1938 berieten Vertreter von 32 Staaten in Évian-les-Bains über den Umgang mit jüdischen Flüchtlingen aus Deutschland und Österreich. Daran erinnert nun eine Sonderausstellung.

Mit einer Sonderausstellung erinnert das Dokumentationszentrum in Prora an die internationale Flüchtlingskonferenz von Évian im Juli 1938. Gezeigt werden Sichttafeln und Dokumente über die Konferenz, die sich mit der Vertreibung jüdischer Menschen aus Deutschland und dem gerade „angeschlossenen” Österreich beschäftigte, wie Museumsleiterin Katja Lucke mitteilte.

An zwei Videostationen können Besucher Aussagen von Konferenzbeobachtern und jüdischen Zeitzeugen verfolgen. Gezeigt werden auch erschütternde Filmsequenzen über den Alltag jüdischer Menschen im damaligen Wien.

Auf der von US-Präsident Franklin D. Roosevelt einberufenen Konferenz im mondänen Badeort Évian-les-Bains hatten sich Vertreter von 32 Staaten getroffen. „Sie hatten zwar ihr Mitgefühl mit den Geflüchteten bekundet, die Aufnahme zusätzlicher Flüchtlinge aber mit unterschiedlichen Begründungen abgelehnt.”

Die gemeinsame Sonderausstellung des Zentrums für Antisemitismusforschung der Technischen Universität Berlin und der Gedenkstätte Deutscher Widerstand ist bis zum 20. Juli täglich von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr geöffnet.