KÖNIGSLINIE

Neue Schweden-Fähre geht auf Rügen in Betrieb

Stena Line hatte die kürzeste Verbindung von Deutschland nach Schweden im Frühjahr geschlossen. Jetzt lässt sie die Reederei FRS wieder aufleben.
Der Katamaran im Fährhafen Sassnitz-Mukran kurz vor dem Ablegen.
Der Katamaran im Fährhafen Sassnitz-Mukran kurz vor dem Ablegen. Benjamin Lassiwe
Zur offiziellen ersten Fahrt kam auch MV-Verkehrsminister Christian Pegel (SPD, rechts).
Zur offiziellen ersten Fahrt kam auch MV-Verkehrsminister Christian Pegel (SPD, rechts). Benjamin Lassiwe
AM Donnerstag startete die neue Fähre nach Schweden erstmals vom Hafen Sassnitz-Mukran.
AM Donnerstag startete die neue Fähre nach Schweden erstmals vom Hafen Sassnitz-Mukran. Benjamin Lassiwe
Die „Skane Jet” benötigt nur zwei Stunden und 30 Minuten von Rügen nach Schweden.
Die „Skane Jet” benötigt nur zwei Stunden und 30 Minuten von Rügen nach Schweden. Benjamin Lassiwe
Sassnitz.

Die neue Schweden-Schnellfähre hat am Donnerstag den Verkehr zwischen Sassnitz-Mukran auf Rügen und Ystad in der südschwedischen Provinz Schonen aufgenommen. Am frühen Morgen legte der Hochgeschwindigkeits-Katatamaran der Flensburger Reederei FRS erstmals mit Fahrgästen von Sassnitz ab und setzt damit die Tradition der 111 Jahre alten „Königslinie” als kürzester Verbindung zwischen Deutschland und Schweden fort.

Verkehrsminister Pegel: "Tolle neue Chance"

Die Reederei Stena Line hatte die Route im Frühjahr geschlossen und das unter anderem mit Auswirkungen der Corona-Pandemie begründet. Bürger hatten eine Petition zum Erhalt der "Königslinie" gestartet.

Mecklenburg-Vorpommerns Verkehrsminister Christian Pegel (SPD) würdigte die neue Strecke als „tolle neue Chance“ für die Insel Rügen. Die neue Fährverbindung halbiere die Fahrzeiten nach Schweden beinahe. Man hoffe nun auf touristische Verkehre und Paketangebote, um Touristen aus Schweden nach Rügen zu bekommen. Pegel kündigte an, dass das Land gemeinsam mit dem Tourismusverband nun eine Werbekampagne in Skandinavien führen werde. „Wir werden die Linie stärken und wir werden sie aufpäppeln“, sagte Pegel.

"Es wird eine Zukunft nach der Pandemie geben"

Der Geschäftsführer der FRS Baltic, Moritz Bruns, hob hervor, dass sich die mittelständische, familiengeführte Reederei nun „etwas traue“. „Es wird eine Zukunft nach der Pandemie geben, und den Weg in die Zukunft gestalten wir gerade.“

Die neue Fähre benötigt nach Angaben einer Sprecherin nur zwei Stunden und 30 Minuten. Damit wird die bisherige Reisezeit auf der Strecke nahezu halbiert. Das Schiff bietet Platz für 676 Reisende auf zwei Passagierdecks. Das Autodeck fasst bis zu 210 Pkw und Wohnmobile. Eine Hin- und Rückfahrkarte für Erwachsen kostet der Flensburger Reederei zufolge 58 Euro im September und 48 Euro im Oktober. Die Preise für Fahrzeuge hängen von deren Größe ab. Letzter Fahrtag in diesem Jahr ist der 1. November. Die Saison 2021 startet im April.

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