ABSTURZ AN STEILKÜSTE

Opferbilder eines Toten auf Rügen brachten noch keine Klarheit

Ein bis heute unbekannter Mann lag tot am Fuße der Kreidefelsen. Die Polizei veröffentlichte ein Foto der Leiche, was bislang 13 Hinweise einbrachte – aber keine heiße Spur.
dpa
Das Foto des toten Mannes. Im nächsten Bild erscheint die klare Version.
Das Foto des toten Mannes. Im nächsten Bild erscheint die klare Version. Polizei Stralsund/Nordkurier
Stralsund.

Einen Monat nach der ungewöhnlichen Veröffentlichung von Bildern eines auf Rügen tot gefundenen Mannes sind die Umstände seines Absturzes an der Steilküste und seine Identität weiter unklar. „Wir haben 13 Hinweise bekommen, auch aus anderen Bundesländern“, sagte eine Polizeisprecherin am Donnerstag in Stralsund. Daraus habe sich aber keine heiße Spur ergeben. Einige Hinweise würden noch überprüft.

Der Mann, dessen Alter auf 55 Jahre geschätzt wird, war am 12. Februar am Fuße der Kreidefelsen an den Wissower Klinken auf der Insel Rügen tot gefunden worden. Vergleiche mit bundesweiten Vermisstenfällen seien erfolglos geblieben, sagte die Sprecherin.

Er hatte keine Papiere bei sich

Rechtsmediziner hatten festgestellt, dass der bekleidete Mann wohl aus etwa 80 Metern Höhe abgestürzt und an den Verletzungen gestorben war. Er hatte keine Papiere bei sich. Laut Polizei war eine Fremdeinwirkung nicht erkennbar, die Absturzursache blieb unklar. Die Justiz hatte die Veröffentlichung der Bilder im Juni erlaubt. Sollten die Ermittlungen weiter stocken, werde die Fahndung auf alle Polizeidienststellen bundesweit ausgedehnt.

Die Leiche sei nach der Obduktion zur Bestattung freigegeben und in Sassnitz als der regional zuständigen Kommune bestattet worden. Das Nationalparkamt auf Rügen warnt immer wieder davor, Wanderwege an der Kreidesteilküste zu verlassen und zu dicht an die Abbruchkante zu kommen.

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