"ANGST VOR DEM TOD”

Polizei beendet Anti-Corona-Seminar auf Rügen

Zu einem Seminar auf der Insel Rügen reisten Menschen aus Hamburg, Berlin und Brandenburg. Sie alle müssen jetzt mit Geldbußen rechnen.
dpa
Sieben Männer und Frauen aus drei Bundesländern trafen sich auf Rügen zu einem Anti-Corona-Seminar.
Sieben Männer und Frauen aus drei Bundesländern trafen sich auf Rügen zu einem Anti-Corona-Seminar. © chalabala.cz - stock.adobe.com
Altefähr.

Die Polizei hat mit Hilfe von Gerichten ein Wochenendseminar auf der Insel Rügen vorzeitig beendet. Wie eine Polizeisprecherin am Montag in Stralsund sagte, hatten sich sieben Frauen und Männer aus drei anderen Bundesländern am Freitag in einer Ferienanlage in Altefähr (Vorpommern-Rügen) getroffen. Veranstalter der Tagung zum Thema „Angst vor dem Tod durch Corona” sei eine Frau aus Berlin gewesen. Anwohner hätten auf die Gruppe aufmerksam gemacht. Die sieben Teilnehmer im Alter zwischen 33 und 61 Jahren, die aus Berlin, Hamburg und Brandenburg angereist waren, hätten die Abreise zunächst verweigert.

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Nachdem das Greifswalder Oberverwaltungsgericht in zweiter Instanz die Rechtsauffassung der Gruppe abgelehnt hatte, seien die Leute am Samstagabend dann doch abgereist. Sie müssten nun wegen Verstoßes gegen die Festlegungen der Corona-Landesverordnung MV – darunter das strikte Einreiseverbot für Touristen – mit einer Ordnungsstrafe rechnen. Auch gegen den 27-jährigen Leiter der Ferienanlage aus dem Landkreis werde ermittelt.

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Kommentare (2)

Handelte es sich denn um Touristen? Vielleicht war die Veranstaltung ja beruflich veranlasst? Zumindest muss man den Beteiligten reichlich Kreativität zugestehen. 😆😉

aus drei verschiedenen Bundesländern in einem viertem Bundesland treffen, könnte die Beteiligten auf Schuldunfähigkeit wegen geistiger Defizite plädieren. Ich würde die freisprechen aber einweisen lassen.