SCHIFFSUNFALL

Polizei sucht Ursache für Tod an Rügenfähre

Ein Fährschiff von Stahlbrode nach Rügen hat einen Angler im Schlauchboot gerammt und ihn tödlich verletzt. Noch sind viele Fragen offen.
dpa
Die Fähre „Stahlbrode” (l) und ihr Schwesterschiff „Glewitz” im Strelasund vor der Insel Rüg
Die Fähre „Stahlbrode” (l) und ihr Schwesterschiff „Glewitz” im Strelasund vor der Insel Rügen. (Archivbild) Stefan Sauer
Stahlbrode ·

Nach dem tödlichen Schiffsunfall bei Stahlbrode (Vorpommern-Rügen) prüft die Wasserschutzpolizei die genaue Ursache des Unglücks. Das sagte ein Sprecher der Behörde am Mittwoch in Rostock. Im Strelasund zwischen der Insel Rügen und dem Festland hatte gegen Dienstagmittag ein 58 Meter langes Fährschiff ein kleines Schlauchboot gerammt und den Angler dabei tödlich verletzt.

Es sei immer noch unklar, ob der Angler sich verbotenerweise im Fahrwasser befand, und warum die Besatzung des Fährschiffs den Angler nicht rechtzeitig bemerkt habe, erklärte der Sprecher der Behörde. Die Fähre, die Platz für 45 Fahrzeuge hat und zwölf Meter breit ist, war auf einer Überführungsfahrt aus einer Werft und wollte zum Fähranleger nach Stahlbrode. Bei dem Aufprall wurde dem 74-jährigen Angler aus der Region Neubrandenburg ein Arm abgetrennt.

Am Unfallort verstorben

Die Besatzung eines Tonnenlegers, der gerade in der Nähe war, barg den Verunglückten. Obwohl der Geschädigte durch Rettungskräfte eines Hubschraubers versorgt wurde, starb er noch am Unfallort. Die Reste des Schlauchbootes wurden geborgen. Die Fähre wurde nach dem Unfall untersucht und inzwischen wieder für den Betrieb freigegeben. Der Linienbetrieb zwischen Stahlbrode auf dem Festland und Glewitz auf Rügen ruht derzeit, wie es von der Weißen Flotte hieß.

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