Der Pfahl sei einer der größten seiner Art, die je installiert worden sind, teilten die Unternehmen Parkwind und DE
Der Pfahl sei einer der größten seiner Art, die je installiert worden sind, teilten die Unternehmen Parkwind und DEME Offshore mit. ©DEME Group
Von diesem Schwimmkran aus wurde der Pfahl am Mittwoch in die Ostsee vor Rügen gesetzt.
Von diesem Schwimmkran aus wurde der Pfahl am Mittwoch in die Ostsee vor Rügen gesetzt. ©DEME Group
Fundament für Windpark

Riesiger Pfahl vor Rügen gesetzt – einer der größten seiner Art

Vor Rügen wurde ein riesiger Pfahl in die Ostsee gesetzt, der einmal das Zentrum eines neuen Windparks bilden soll. Laut Hersteller ist es einer der größten seiner Art.
dpa
Sassnitz

Vor Rügen ist das erste Fundament für den Offshore-Windpark Arcadis Ost 1 installiert worden. Es handele sich dabei um einen 2100 Tonnen schweren Pfahl aus Stahl mit einem Durchmesser von 9,5 Metern und einer Länge von 110 Metern, teilten die Unternehmen Parkwind und DEME Offshore am Mittwoch mit. Der Pfahl sei einer der größten seiner Art, die je installiert worden sind. In den kommenden Wochen sollen 27 weitere Fundamente vor der Küste Rügens in den Meeresboden eingebracht werden.

Besonders an der Installation sei der Einsatz eines Schwimmkranes anstelle von Schiffen, die sich mit Standbeinen mit dem Meeresboden verbinden. So soll laut den Unternehmen schneller installiert werden können und auch in Gegenden, in denen das bisher nicht möglich war. Zum Einsatz komme das Spezialschiff „Orion“. Es war in Rostock von Liebherr mit einem neuen Kran ausgestattet worden, nachdem der Kran an Bord des Schiffs Anfang Mai 2020 bei einem Test beschädigt worden und abgeknickt war.

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Strom für 300.000 Haushalte

Arcadis Ost 1 soll 2023 in Betrieb gehen und eine Leistung von 257 Megawatt erbringen. Damit soll der Windpark Strom für knapp 300.000 Haushalte liefern können. Dafür werden 27 Windräder vor Rügen installiert. Das nun installierte Fundament soll das Offshore-Umspannwerk des Windparks tragen.

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