Im Stadthafen

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Schiff rammt mehrere Yachten in Sassnitz

Ein Anlegemanöver im Stadthafen von Sassnitz ist gründlich schief gegangen.
Ein Anlegemanöver im Stadthafen von Sassnitz ist gründlich schief gegangen.
Stefan Sauer

Technisches Versagen plus Wind gleich Massenkarambolage: Im Hafen von Sassnitz auf Rügen ist ein Anlegemanöver gründlich schief gegangen.

Im Stadthafen von Sassnitz auf der Insel Rügen hat ein Motorschiff mehrere Segelyachten gerammt. Der Wasserschutzpolizei zufolge wollte die unter der Flagge von Panama fahrende „Seaforce” am Freitagabend an Brücke 3 des Osthafens festmachen lassen. Dafür wendete das Schiff im Hafenbecken und steuerte seinen Liegeplatz an.

Beim anschließenden Anlegemanöver blockierte den Beamten zufolge die Fernsteuerung des mit einem Verstellpropeller ausgerüsteten Schiffes. Aufgrund des starken Windes legte sich das manövrierunfähige Schiff in den Wind und trieb in Richtung Ostmole. Dort drückte das Heck gegen einen Dalben der Sportbootliegeplätze und drückte diesen zur Seite.

Anschließend kollidierte das Heck mit der Pier und die „Seaforce” schrammte rückwärts treibend an der Pier entlang. In der Folge beschädigte es drei dort festgemachte Segelboote. Die Besatzung versuchte schließlich, das Schiff an der Pier festzumachen. Das gelang jedoch erst, nachdem auch ein viertes Segelboot beschädigt wurde.

Während des Manövers verletzte sich ein Besatzungsmitglied des Schiffes leicht. An der „Seaforce” entstand leichter Sachschaden. Das Ausmaß der Schäden an den Segelbooten ist noch unklar. Die Berufsgenossenschaft Verkehr, Abteilung Schiffssicherheit, hat ein Auslaufverbot gegen die MS „Seaforce” verhängt.