AUF RÜGEN UND HIDDENSEE

Stralsund spürt Rehkitze mit Drohnen auf

Immer wieder sterben Rehkitze bei der Ernte. Infrarotkameras sollen die Tiere jetzt aufspüren. Erste Tests bei Fernlüttkevitz auf Rügen verliefen erfolgreich.
Ralph Sommer Ralph Sommer
In der Nähe von Rügens Kap Arkona kam in den vergangenen Tagen erstmals eine Drohne bei der Heuernte zum Einsatz.
In der Nähe von Rügens Kap Arkona kam in den vergangenen Tagen erstmals eine Drohne bei der Heuernte zum Einsatz. Privat
Fernlüttkevitz.

Die Hansestadt Stralsund ist Besitzer von 7.000 Hektar Acker- und Grünland, unter anderem auf Rügen und Hiddensee. Auf den an 55 Agrarbetriebe verpachteten Flächen hat jetzt die Heuernte begonnen.

Zum Schutz kleiner Rehkitze lässt die Stadt jetzt während der Ernte Drohnen aufsteigen, die mit einer speziellen Infrarotkamera die soeben geborenen Tiere aufspüren. Erste Tests bei Fernlüttkevitz im Norden der Insel Rügen verliefen erfolgreich.

Der Einsatz der Drohne sei eine effektive Methode zum Schutz der Tiere, sagte Landwirt Konrad Kellermann. Unterstützt werden die Pächter vom Jagdverband Rügen und einer Spezialfirma aus Bergen. In den vergangenen Jahren waren bei Erntearbeiten mehrfach Rehkitze zu spät entdeckt worden und den Mäh- und Erntemaschinen zum Opfer gefallen.

Die Ricken suchen sich oft im hohen, dichten und feuchten Gras einen Platz aus, wo das noch fluchtunfähige Kitz seine ersten Lebenswochen verbringt.

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