ZWEI POLIZEIEINSÄTZE

Vater geht bei Hochzeit auf Rügen auf Bräute los

Ein 83-Jähriger bedrohte auf einer lesbischen Hochzeit auf Rügen erst seine Schwiegertochter und schlug dann seine eigene Tochter. Die Polizei musste ihn überwältigen – und dann noch ein zweites Mal anrücken.
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Eine Hochzeit auf Rügen nahm ein unschönes Ende. (Symbolfoto)
Eine Hochzeit auf Rügen nahm ein unschönes Ende. (Symbolfoto) © portishead5 - Fotolia.com
Bergen.

Ein Familienstreit bei einer lesbischen Hochzeit in einer kleinen Gemeinde auf der Insel Rügen hat gleich zwei Polizeieinsätze ausgelöst. Nach Angaben der Beamten kam es am Mittwochabend gegen 22:30 Uhr zunächst zu einem Streit zwischen der 54-jährigen Braut und ihrem 83-jährigen alkoholisierten Schwiegervater. Der Mann beleidigte und bedrohte die Braut.

Auch der zweiten Braut, seiner 50-jährigen Tochter, habe er zunächst Schläge angedroht und habe ihr später tatsächlich mit der Hand ins Gesicht geschlagen. Die 50-Jährige wurde von Rettungskräften behandelt.

Die 54-jährige Braut verwies ihren Schwiegervater schließlich im Beisein der Polizei des Hauses. Der Mann habe diese Aufforderung ignoriert und versucht, das Zimmer, in dem er übernachten wollte, von innen zu verschließen. Ein Polizeibeamter verhinderte das. Dabei schlug der 83-Jährige den 54-jährigen Polizeibeamten mit der Faust ins Gesicht.

Schwiegervater kehrt zum Tatort zurück

Daraufhin rangen die Polizeibeamten den 83-Jährigen zu Boden und fesselten ihn. Er wurde anschließend ins Polizeigewahrsam genommen. Eine Atemalkoholmessung bei dem Mann aus dem Bundesland Nordrhein-Westfalen ergab einen Wert von 0,77 Promille.

Am Donnerstagmorgen wurde der 83-Jährige aus dem Polizeigewahrsam entlassen und löste wenig später erneut einen Polizeieinsatz aus. Mit einem Taxi fuhr er den Beamten zufolge zurück zum Tatort und drang dort gegen 07:30 Uhr in das Haus ein. Seine Tochter und deren Ehefrau verwiesen ihn erneut des Hauses. Dieser Aufforderung kam er diesmal nach.

Der Mann muss sich nun wegen des Verdachts des Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Bedrohung, Körperverletzung, Beleidigung und Hausfriedensbruch verantworten.

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Kommentare (4)

Ohje lieber Nordkurier, seit dem polemischen Brandbrief des Polizeidirektors Winfried Kapischke, muss ja der Nordkurier offenbar bei solchen Berichten aufpassen, denn es "geht ja gar nicht das die Polizei in Mecklenburg-Vorpommern kritisiert" wird, nach dem lächerlichen polemischen Brief eines offenbar kritikunfähigen Polizeidirektors, müssen solche Berichte ja offenkundig nur noch "positiv" formuliert werden, wenn sich der Nordkurier der Kritik eines Polizeidirektors der offenbar durch gekränkte Eitelkeit lachhafte Schmähkritik an Medien und Gesellschaft zu solchen Maßnahmen greift nicht aussetzen will, denn laut polemischen Schandbrief des Herrn Kapischke ist ja kein einziger Fehltritt der Polizei ein "Skandal", da fragt man sich, was in Augen dieses Kritikunfähigen Polizeidirektors denn ein "Skandal" ist. Denn eine lobenswerte Handlung einen 83 järhigen niederzuringen ist es ganz sicherlich nicht, dazu gibts weitaus wichtigeres wo sich die Polizei profilieren könnte. Ich weiss nicht, ob es übertrieben ist zu erwähnen und ob das ganze sich auch so abgespielt hat, das ein 83 jähriger, der sicherlich nicht die Kraft einen 20 jährigen mehr hat, hier so zuschlagen kann, mag sein, das der Mann für sein hohes Alter noch fit genug war, aber mit der Zeit und dem Kennenlernen gleichaltriger Menschen, wäre das eine wirkliche Ausnahme. Vielleicht spielte sich das auch ganz anders ab, da ja selbst der Nordkurier nicht dabeigewesen war und es allgemein bekannt ist, das die Polizei in Mecklenburg Vorpommern oftmals weit über das Gebot einer Verhältnismäßigkeit hinausschiesst, wenn es darum geht, Betrunkene, Kranke, Alte Menschen die einen "Angriff" auf einen Polizisten angeblich begangen haben sollen, zu Boden ringen. Denn bei einigen Polizisten ist ja offenbar schon bei Gegenworten, der offenbar neuste Lieblingsbegriff erfüllt: Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte", der Tatbestand, der offenbar mittlerweile für alles ausgenutzt wird, wenn man als Behörde sonst nichts in der Hand hat.

Ich hätte auf die Nennung der sexuellen Orientierung des Braut-Paares (korrekt?) verzichtet.
Was tut das zur Sache? Und wie stark war der 83-jährige? Ich hoffe, die BeamtInnen sind nicht dienstunfähig...

Dieser rüstige Herr muss ja über außerordentliche Kräfte verfügt haben,dass er einen 53 jährigen PVB angreifen konnte. Nicht zu glauben ist, dass die PVB,s ihn niederringen mussten. Jeder PVB,hat Grundkenntnisse in der Selbstverteidigung gelernt ,sodass ein Angriff mit einfachen Handbewegungen abgewehrt werden kann. Vielleicht,sollten die eingesetzten PVB mehr Dienstsport machen,denn auch in diesem Alter,sollte ein PVB fit sein,sodass er noch im Streifendienst eingesetzt werden kann.

Neee, die Polizisten stellen sich lieber hinter Stoppschilder zählen die Sekunden und drangsalieren Autofahrerinnen (besonders ein Kommissar in Neubrandenburg). Oder schreiben lieber sinnlose und unsachliche Schmähbriefe, weil sie keine Kritik ertragen können, oder gehen lieber gegen Menschen vor die es wagen die Polizei zu kritisieren.....