Nach der Renovierung des in den Jahre gekommen Bushäuschens war plötzlich eins der nagelneuen Schilder mit dem Ortsn
Nach der Renovierung des in den Jahre gekommen Bushäuschens war plötzlich eins der nagelneuen Schilder mit dem Ortsnamen verschwunden. privat
Ein trauriger Anblick: Das Bushäuschen vor der Renovierung.
Ein trauriger Anblick: Das Bushäuschen vor der Renovierung. privat
Stolz: So sah es aus, als es fertig war.
Stolz: So sah es aus, als es fertig war. privat
Wenig später: Eins der Schilder wurde geklaut.
Wenig später: Eins der Schilder wurde geklaut. privat
Wenige Tage später lag das Schild wieder vor dem Häuschen. Ein aufmerksamer Nachbar und ein Gemeindearbeiter haben e
Wenige Tage später lag das Schild wieder vor dem Häuschen. Ein aufmerksamer Nachbar und ein Gemeindearbeiter haben es dann wieder an seinem Platz befestigt. privat
Insel Rügen

Trauriger Junge schreibt Wunschzettel – Dieb gibt Beute zurück

Auf der Insel Rügen hat ein Mann ein heruntergekommenes Bushäuschen renoviert, weil sein Enkel darin immer auf den Schulbus warten muss. Doch schon kurz danach gab es Ärger.
Breege

Ein typisches Bild in Mecklenburg-Vorpommern: An einer Straße mitten im Nirgendwo steht ein kleines Häuschen auf freiem Feld. Es ist weit und breit der einzige Unterschlupf für alle, die auf einen der nur ein paar mal täglich hier haltenden Busse warten müssen. Es bietet zwar Schutz vor Wind und Wetter, aber oft erfordert es auch einige Überwindung, sich da rein zu begeben. Denn zuweilen werden die Bushäuschen von unangenehmen Zeitgenossen als Müllplatz oder gar Toilette missbraucht.

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Um die Warterei vor allem für seinen erst in diesem Jahr eingeschulten Enkel deutlich angenehmer zu gestalten, hat ein Opa das Häuschen in Schmantevitz (ein Ortsteil von Breege auf der Insel Rügen) kürzlich in Eigenregie weiß gestrichen, ausgefegt und zwei hübsche Schilder angebracht.

An dem Häuschen müssen schon vorher solche oder ähnliche Schilder angebracht gewesen sein, denn es gab dafür eigens zwei Aussparungen an den Wänden. An denen hat sich der Opa orientiert und zwei Emaille-Schilder mit der Ortsbezeichnung bestellt. Doch irgendwer fand die Schilder kurze Zeit später so schön, dass eins davon gleich wieder verschwunden war.

Aufruf auf Facebook

Die Familie ärgerte sich über so viel Dreistigkeit. Also schrieb das Schulkind eine Nachricht an den unbekannten Schilder-Dieb auf Facebook. Darin heißt es unter anderem „Ich bin sehr traurig und werde meinen Wunschzettel zu Weihnachten noch mal ändern.” In der Hoffnung dem Dieb würde im Advent doch noch ein Lichtlein aufgehen, bat das Kind darum, dass er das Schild wieder an seinen Platz zurückbringen möge. „Das würde nicht nur mich freuen, sondern sicher auch Sie, denn es ist immer sichtbar.”

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Das scheint sich in dem kleinen Ort rumgesprochen und vielleicht sogar bei dem Dieb ein schlechtes Gewissen verursacht zu haben, denn nur wenige Tage später verkündete der Vater des Kindes: „Das Schild ist wieder da!” Es lag vor dem Häuschen. Ein aufmerksamer Nachbar und ein Gemeindearbeiter haben es dann wieder an seinem Platz befestigt.

Die Familie bedankte sich für die Unterstützung, wünschte allen eine tolle Weihnachtszeit und für alle, die zu dieser Jahreszeit auf den Bus warten müssen immer ein Häuschen in der Nähe.

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