Unsere Themenseiten

:

„Schwalbe“ fliegt ein

Stolz führt der Salzkottener Bürgermeister Michael Dreier das Geschenk aus Brüssow vor: eine originale „Schwalbe“.

Über ein ganz besonderes Geschenk freut sich Michael Dreier. Der Bürgermeister von Salzkotten fuhr jüngst auf einem Moped freudestrahlend in die ...

Über ein ganz besonderes Geschenk freut sich Michael Dreier. Der Bürgermeister von Salzkotten fuhr jüngst auf einem Moped freudestrahlend in die Schützenstube der Sälzerhalle seiner Stadt.
Das Original aus DDR-Produktion des Suhler Zweiradwerkes war Gastgeschenk seines Brüssower Amtsbruders Michael Rakow. Gern nahmen die Brüssower alle Mühen auf sich, um dem Regierungsoberhaupt der Partnerstadt einen insgeheim gehegten Wunsch zu erfüllen: einmal auf einer Schwalbe fahren zu dürfen. Bevor Dreier starten durfte, musste er eine nicht ganz ernst gemeinte Fahrprüfung bestehen. Das war nur eines der vielen Erlebnisse und Eindrücke, die rund 50 Brüssower Frauen und Männer vom jüngsten Besuch mitbrachten. Viele von ihnen sahen gute Freunde wieder, andere, zumeist jüngere Uckermärker erlebten die Stadt das erste Mal. Die meisten wurden herzlich von Gastfamilien aufgenommen.
Zu erleben gab es einiges. Denn mit dem Jubiläum der Partnerschaft wurde in Salzkotten gleichzeitig das traditionelle Sälzerfest, über das Brüssows Stadtchef die Schirmherrschaft übernommen hatte, eröffnet. Zudem erfuhren die Brüssower bei einem Nachtwächterrundgang zum Beispiel etwas über die Pfarrkirche St. Johannes und das besagte Ackerbürgerhaus. Vor dem Partnerschaftsabend in der Schützenstube der Sälzerhalle wurden sie zur Besichtigung des Residenzschlosses Detmold eingeladen und durften in der Brauerei Strate den Gerstensaft verkosten.
Mit dem erlebnisreichen Märzwochenende vor dem Osterfest schrieben Brüssow und Salzkotten ein neues Kapitel in ihr Freundschaftsbuch. 1993 hatten ihre Bürgermeister, Klaus Wellmann und Konrad Rump, den Bund besiegelt, nachdem 1991 die ersten Kontakte entstanden waren. Der wird nicht nur durch die Verwaltung, sondern auch die Vereine getragen. Feuerwehren, Chöre und Karnevalisten pflegen enge Kontakte, aus denen auch zahlreiche private Freundschaften entstanden. So durften die Salzkottener, die im Juni 2005 eine ihrer Straßen nach Brüssow benannten, im Festumzug zur 750-Jahrfeier Brüssows 2009 nicht fehlen. Und im vergangenen Jahr gründeten sie bei einem Besuch ein Partnerschaftskomitee Salzkotten-Brüssow.