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Schwarzangler müssen zittern

Die Angler begrüßen die Neuorganisation der Fischereiaufsicht. Doch der Interessenverband hadert weiter mit der Landespolitik.Demmin.Der Landesanglerverband ...

Die Angler begrüßen die Neuorganisation der Fischereiaufsicht. Doch der Interessenverband hadert weiter mit der Landespolitik.
Demmin.Der Landesanglerverband hat die geplante Neuorganisation der Fischereiaufsicht in Mecklenburg-Vorpommern begrüßt. Nachdem im vergangenen Jahr im Zuge der Kreisgebietsreform die Aufsicht vom Land auf die Kreise übergegangen war, sei die Zahl der ehrenamtlichen Fischereiaufseher drastisch von rund 500 auf unter 300 gesunken, sagte der stellvertretende Verbandsgeschäftsführer Mario Voigt. Schon 2012 sei davor gewarnt worden, die gut funktionierende Struktur mit dem für die Fischerei zuständigen Landesamt (Lallf) zu zerschlagen, sagte Voigt. Nun soll die Fischereiaufsicht wieder in die Hände des Landes zurückkehren. Es bestehe die Hoffnung, dass die Neuordnung schon in den kommenden Wochen in Kraft tritt, sagte er.
Voigt ging davon aus, dass weniger Fischereiaufseher mehr Schwarzangler bedeuteten. Dabei war die offizielle Zahl der Verstöße gegen das Fischereirecht im Jahr 2011 mit 1680 auf 1214 im vergangenen Jahr gesunken. Auch das Landesamt führte dieses Absinken auf die wenigen Fischereiaufseher zurück.
Voigt kritisierte Pläne des Agrarministeriums, die Berechtigung für das Küstenangeln drastisch zu verteuern. Im Gespräch sind nach Verbandsinformationen 30 bis 40 Euro Jahresbeitrag, was einer Steigerung um 50 bis 100 Prozent entspreche. Angesichts von teils massiven finanziellen Problemen der Angler in Mecklenburg-Vorpommern könne das nicht akzeptiert werden, zumal die Nachbarregionen keine Gebühren erheben.