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So kommen Formel-1-Autos sogar bis nach China

Ein Arbeiter checkt am Avalon Airport einen Formel-1-Rennwagen von Ferrari. Bevor Formel-1-Wagen an der Rennstrecke ankommen, haben sie oft eine lange Reise hinter sich. Etwa mit dem Flugzeug.  Foto: EPA/JOE CASTRO AUSTRALIA AND NEW ZEALAND OUT

Die Reise der Formel-1-Autos beginnt wie für viele Autos in einer Fabrik. Die Rennwagen von Mercedes werden zum Beispiel in Brackley entwickelt und ...

Die Reise der Formel-1-Autos beginnt wie für viele Autos in einer Fabrik. Die Rennwagen von Mercedes werden zum Beispiel in Brackley entwickelt und zusammengeschraubt. Das liegt in Großbritannien. Von dort reisen die schnellen Flitzer zum Beispiel nach China. Dort steigt am Sonntag das nächste Rennen.
Damit beim Transport nichts kaputtgeht, werden die Rennwagen gut verpackt. Mechaniker rollen die Wagen etwa auf einen speziellen Boden aus Metall – und schrauben sie fest. Rechts und links an den Autos befestigen sie noch Rammbügel. Außerdem decken Mitarbeiter die Wagen mit einer dicken Plane ab.
So verpackt kommen die Autos in eine stabile Transportkiste. Die Flitzer sind dann aber nicht komplett: Zum Beispiel fehlen die Heckflügel und Motoren. Die montieren Mechaniker erst an der Rennstrecke.
Auch den Ersatzteilen darf nichts passieren. Von manchen dürfen die Teams nur eine bestimmte Anzahl zum Rennen mitnehmen. „Deshalb transportieren wir bestimmte Autoteile auch einzeln verpackt“, verrät ein Mitarbeiter von Mercedes. Die Teile stecken in Kisten, Boxen und Containern. Auch das ganze Werkzeug wird so transportiert. Wenn alles vorbereitet ist, transportieren große Lastwagen das gesamte Gepäck zum Flughafen. Dort wird es in riesige Transport-Flugzeuge verladen. Mit dem Flieger reisen die Autos, wenn sie eine sehr weite Strecke zurücklegen müssen.
Weil das teuer ist, teilen sich die Teams die Flugzeuge. Dann kommt auch nur so viel Gepäck mit wie unbedingt nötig. Andere Ausrüstung wie Tische, Stühle oder Papier schicken die Teams mit einem Frachtschiff zu den Rennorten. Auch das Benzin fährt auf dem Schiff mit. Die Rennfahrer und ein Großteil der Mannschaft quetschen sich nicht in das Transport-Flugzeug und auch nicht auf das Schiff.
Sie fliegen mit einem normalen Flugzeug. Sobald ein Flugzeug mit der Fracht gelandet ist, wird die Fracht ausgeladen und wieder in Lastwagen gepackt. Die Lastwagen bringen dann alles zur Rennstrecke. Dort heißt es dann: auspacken, alles aufbauen, Rennwagen komplett zusammensetzen – und los!
Stefanie Paul, dpa