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„Spielhaus“ gibt nicht auf

Wenn Davis-Gorden (3), Tabea (6) und Aycin (4, v. links) zum Tuschen Lust haben, dann holen sie sich Blatt, Pinsel und Farbkasten. In der Kita Siedenbrünzow sollen die Kinder selbstständig werden. In einer Gruppe lernen die Kleinen von den Großen.  FOTO: Kirsten Gehrke

Von Kirsten GehrkeZwei Neuanmeldungen machen Hoffnung, dass die Kita in Siedenbrünzow erhalten werden kann. Doch damit ist die Einrichtung noch lange nicht ...

Von Kirsten Gehrke

Zwei Neuanmeldungen machen Hoffnung, dass die Kita in Siedenbrünzow erhalten werden kann. Doch damit ist die Einrichtung noch lange nicht ausgelastet.

Siedenbrünzow.Es ist alles in Tüten und Papier. Bianca Steinführer aus Kruckow hat den Vertrag im Amt Demmin-Land unterschrieben. Jetzt kann ihr Sohn Elias (1) in der Kita „Spielhaus“ Siedenbrünzow betreut werden. Über den Platz freut sich die junge Mutter. „Mein Freund ist da schon zur Kita gegangen und der Bruder auch“, sagt sie. Als sie sich die kleine Einrichtung angeschaut hat, war sie überzeugt. Hier sieht sie ihren Kleinen gut aufgehoben. Auch für Detlef Meynert war es keine Frage, in welche Kita seine Kinder gehen.
„Das war für mich selbstverständlich vor Ort“, meint der Siedenbrünzower. Tabea (6) sei schon das dritte Kind, das er in der Einrichtung betreuen lässt. „Ich bin vollauf zufrieden, hier werden die Kinder genauso auf die Schule vorbereitet wie anderswo auch.“ Eine kleine Einrichtung habe den Vorteil, dass sich mit jedem Kind individuell beschäftigt werden kann. „Und wir Eltern werden immer mit einbezogen.“ Warum es so schwierig sei, die Kita auszulasten, dafür hat Meynert als Gemeindevertreter keine Erklärung. Zu viele Eltern aus der Gemeinde würden ihre Sprösslinge noch nach Demmin oder anderswo bringen. Sonst würde Siedenbrünzow nicht gegen den Trend schwimmen. Während es in anderen Kitas lange Wartelisten für einen Platz gibt, hat das „Spielhaus“ Nachwuchsprobleme. Derzeit werden acht Mädchen und Jungen in Siedenbrünzow betreut. Die Gemeinde will aber so lange es geht an der Kita festhalten. So schnell beendet man eine über 50-jährige Geschichte nicht. Immer wieder aber schieben die Abgeordneten eine Entscheidung vor sich her. Denn das Geld ist knapp. Die Doppik – die neue Haushaltsführung – hat das Ganze noch verschärft, meint Bürgermeister Wolfgang Kurth. Denn die Kommune hat wegen der hohen Abschreibung ein dickes Minus. Doch es gibt Hoffnung. Wie Kita-Leiterin Vera Müncheberg sagt, wurden zwei Kinder neu angemeldet. Am Freitag, 31. Mai, sind Eltern und Kinder des Dorfes von 15 bis 18 Uhr zu Spiel und Spaß eingeladen, um sich selbst ein Bild von der Einrichtung zu machen.

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k.gehrke@nordkurier.de