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Finale

Deutschland ist Fußball-Weltmeister bei den U17

Surakarta / Lesedauer: 2 min

In Unterzahl kann sich die DFB-Auswahl im WM-Finale gegen Frankreich ins Elfmeterschießen retten – und behält dort die Nerven. Die deutsche U17 ist damit erstmals Weltmeister.
Veröffentlicht:02.12.2023, 15:22

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Das war ein hartes Stück Fußball-Arbeit: Die deutsche U17-Nationalmannschaft hat die Weltmeisterschaft in Indonesien gewonnen. In einem spannenden Finale gewann das DFB-Team mit 4:3 (1:0) . Das Team von Trainer Christian Wück bezwang dabei – wie vor exakt sechs Monaten bei der Europameisterschaft – Frankreich im Elfmeterschießen.

Erster WM-Titel für U17

Nach 90 Minuten und Nachspielzeit hatte es 2:2 (1:0) gestanden. Deutschland kassierte nach der Gelb-Roten Karte für Winners Osawe (69., Gelb-Rot) noch den Ausgleich. So musste wie gegen Argentinien das Elfmeterschießen den Sieger ermitteln - die deutschen Spieler hatten die besseren Nerven.

Die DFB-Auswahl feierte die erste Weltmeisterschaft einer DFB-Auswahl in der U17-Altersklasse und die zweite im Nachwuchsbereich überhaupt. Der Dortmunder Paris Brunner (29.) traf per Foulelfmeter nach Videobeweis für das kämpferische deutsche Team. Barca-Talent und Kapitän Noah Darvich erhöhte nach der Pause (51.), Frankreich gelang unmittelbar danach nur noch der Anschlusstreffer durch Saimon Bouabre (53.). Dann kassierte Osawe die Gelb-Rote Karte (69.) und das Spiel wurde zu einer Abwehrschlacht.

Hohe Luftfeuchtigkeit in Surakarta

Wie im Halbfinale hütete erneut der Hachinger Konstantin Heide das deutsche Tor und musste gegen Saimon Bouabre nur einmal vor der Pause eingreifen (22.). Sonst ließ die aggressive DFB-Auswahl nichts zu, übernahm gegen das französische Abwehrbollwerk, das erst ein Gegentor im Turnier kassiert hatte, die Spielkontrolle und versuchte es regelmäßig aus der Distanz.

Fast hätte Deutschland sich früh belohnt: Brunner traf aus kurzer Entfernung (4.), doch der Hoffenheimer Max Moerstedt hatte bei der Kopfballablage vorher im Abseits gestanden. Das deutsche Team verteidigte konsequent die langen Bälle und strahlten durch die Flügelspieler Brunner und Bilal Yalcinkaya ständige Gefahr aus.

Die Franzosen leisteten sich bei gefühlten 30 Grad sowie hoher Luftfeuchtigkeit zahlreiche Fehlpässe bis zum Ende der neunminütigen Nachspielzeit und waren auch nach der Pause nicht wach: Eine Flanke von Moerstedt rutsche durch und Kapitän Darvich schoss aus spitzem Winkel den Torwart an - und der Ball ging ins Tor.

Tidiam Gomis (r), aus Frankreich, und Almugera Kabar aus Deutschland in Aktion. Die Final-Teams lieferten sich viele packende Zweikämpfe.
Tidiam Gomis (r), aus Frankreich, und Almugera Kabar aus Deutschland in Aktion. Die Final-Teams lieferten sich viele packende Zweikämpfe. (Foto: Achmad Ibrahim/AP/dpa)

Die 20.000 Zuschauern sahen danach, wie Yalcinkaya von Linksverteidiger Aymen Sadi am Fuß getroffen (24.) wurde. Erst lief die Partie weiter, dann meldete sich der VAR: Nach minutenlanger Begutachtung der Bilder gab der norwegische Schiedsrichter Espen Eskas den Strafstoß und Brunner verwandelte flach in die linke Ecke.

Deutschlands Torwart Konstantin Heide konnte beim Elfmeterschießen mehrere Elfer parieren.
Deutschlands Torwart Konstantin Heide konnte beim Elfmeterschießen mehrere Elfer parieren. (Foto: Achmad Ibrahim/AP/dpa)

Für die U-Nationalmannschaften des DFB ist dies erst der zweite WM-Titel in der Geschichte: 1981 holte die U20 um Roland Wohlfarth, Michael Zorc und Ralf Loose den Titel. Zwei andere WM-Finals in den Jahren 1985 (U16) sowie 1987 (U20) verloren deutsche U-Nationalmannschaften.