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Hansa rutscht ab

Auch Trainer Andreas Bergmann scheint im Moment ratlos.
Auch Trainer Andreas Bergmann scheint im Moment ratlos.
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Die Küstenkicker kassieren in Duisburg die nächste Niederlage warten nun bereits vier Stunden auf einen eigenen Treffer.

Die aktuelle Negativserie des Fußball-Drittligisten  Hansa Rostock ist auch am elften Spieltag nicht abgerissen. Die 0:2 (0:1) Niederlage am Freitag beim MSV Duisburg war das vierte sieglose Spiel in Serie. Mit nur einem von zwölf möglichen Punkten fielen die Hanseaten in der Drittliga-Tabelle vom fünften auf den 14. Rang zurück. Vor dem Heimspiel am kommenden Freitag gegen den 1.FC Saarbrücken beträgt sowohl der Rückstand auf Relegationsrang 3 als auch der Vorsprung auf Abstiegsplatz 18 sechs Punkte.

Obwohl die Rostocker nach der 0:6 Pleite in Darmstadt eine deutliche Reaktion zeigten, warten sie nun schon seit vier Stunden auf einen eigenen Treffer! Die beste Gelegenheit, die Torflaute zu beenden, gab es nach 42 Minuten, als ein 25-Meter-Schuss von Leonhard Haas vom rechten Innenpfosten wieder ins Feld zurückprallte. Und auch in der 64. Spielminute lag der Ausgleichstreffer in der Luft. Doch ein Savran-Kopfball nach Freistoß von Leonhard Haas ging nur auf die Latte. Acht Minuten später sorgten die Gastgeber dann für die Vorentscheidung, als Markus Bollmann per Kopf das 2:0 besorgte. „Ein unfassbarer Treffer, wo die Zuordnung nicht stimmte“, kritisierte Trainer Andreas Bergmann, der feststellen musste, dass „nach dem zweiten Gegentor dann kein Griff mehr im Spiel“ war.

Abgesehen vom Ergebnis war der Hansa-Coach nicht völlig unzufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft. „Wir sind gut reingekommen ins Spiel und haben zu Beginn vieles richtig gemacht. Erst nach dem 0:1 verlieren wir dann etwas die Ordnung, wobei ich vor dem Gegentreffer ein Foulspiel an Steven Ruprecht gesehen habe.“ Das konnte der Innenverteidiger des F.C. Hansa nur bestätigen: „Mein Gegenspieler tritt mir, gerade als ich zum Kopfball hochspringen will, auf den Fuß. Und anschließend spüre ich auch noch einen Tritt gegen das Bein. Leider aber wird so etwas nur in der Hälfte der Fälle gepfiffen.“ Kingsley Onuegbu hatte plötzlich nur noch Torhüter Johannes Brinkies vor sich und schob den Ball zur 1:0 Führung ein.

Neben dem Pfostenschuss von Leonhard Haas gab es kurz vor der Pause noch eine weitere gute Ausgleichschance für den F.C. Hansa, doch der Kopfball von Steven Ruprecht – nach Freistoß von Leonhard Haas – strich knapp über die Latte. Und auch nach dem Seitenwechsel gab es die meisten Hansa-Chancen lediglich nach Standards. Schön herausgespielt waren erst wieder die Chancen von Ioannidis und Starke, doch sie hätten kurz vor dem Abpfiff ohnehin nur noch für Ergebniskosmetik sorgen können. Abgesehen davon, dass sie die Torflaute des F.C. Hansa beendet hätte.

Nun geht es am kommenden Freitag im Heimspiel gegen den 1.FC Saarbrücken darum, endlich den Schalter wieder umzulegen, zumal diese Begegnung die letzte vor einer zweiwöchigen Punktspielpause ist. Die Saarbrücker haben in der Tabelle zwar deutlichen Rückstand auf  Hansa, sind aber nicht zu unterschätzen, wie auch Steven Ruprecht weiß: „Die Mannschaft hat in dieser Saison zwei Gesichter gezeigt. In der Meisterschaft hat sie noch nicht so viel gerissen, aber im Pokal schon gezeigt, wozu sie fähig ist. Auch das wird für uns sicherlich kein einfaches Spiel.“