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Nach Bobfahrt ist Speerwerferin übel

Als Profi in zwei Sportarten abräumen? Speerwerferin Christina Obergföll hat es probiert – und scheiterte.

Christina Obergföll muss ihren Traum von einer Doppelolympiade im nächsten Jahr doch wieder aufgeben.
Michael Kappeler Christina Obergföll muss ihren Traum von einer Doppelolympiade im nächsten Jahr doch wieder aufgeben.

Ein Versuch war es wert, doch der Magen wollte nicht so richtig mitspielen. Fast wäre Speerwerferin Christina Obergföll zu den Bobfahrerinnen gewechselt und hätte gute Chancen auf einen Start bei den Olympischen Winterspielen in Sotschi gehabt. Doch nach einer eher spaßigen Testfahrt im vergangenen Winter auf der sehr anspruchsvollen Hochgeschwindigkeitsstrecke im sächsischen Altenberg mit Bob-Weltmeisterin Cathleen Martini wurde ihr im Eiskanal sofort schlecht. „Nach einer Fahrt war mir sterbensübel und ich habe mich zwei Stunden übergeben. Da war das Thema erledigt. Schade, es wäre richtig cool gewesen, bei Sommer- und Winterspielen eine Medaille zu gewinnen“, sagte die 32-jährige Speerwurf-Weltmeisterin in einem Interview mit der „Sport Bild“. Dabei hätte der „Champion des Jahres 2013“ eine gute Tradition im deutschen Frauen-Bobsport fortgesetzt. Die Leipziger Diskuswerferin Kathleen Hering feierte bei der WM-Premiere der Frauen 2000 spontan den ersten WM-Sieg mit Pilotin Gabriele Kohlisch. 2012 holte Kugelstoßerin Petra Lammert, 2009 Hallen-Europameisterin – mit Kiriasis in Lake Placid WM-Silber.