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Spannendes Finale in der NFL

Pittsburgh Steelers-Verteidiger Lawrence Timmons (links oben) und Green Bay Packers Andrew Quarless (r).
Pittsburgh Steelers-Verteidiger Lawrence Timmons (links oben) und Green Bay Packers Andrew Quarless (r).
Tannen Maury

American Football: Von diesem Sonntag an geht es jedes Wochenende einen Schritt näher Richtung Super Bowl. Schon der letzte Spieltag der Vorrunde verspricht Hochspannung, denn ganz viele Entscheidungen sind offen.

Die Denver Broncos haben den direkten Einzug ins Viertelfinale sicher, einige Playoff-Plätze sind vergeben. Viel mehr ist vor dem letzten Vorrunden-Spieltag in der NFL nicht klar, und so fiebern Amerikas Sportfans diesem Sonntag entgegen. Erst dann steht fest, welche acht Mannschaften die K.-o.-Spiele um den 48. Super Bowl am 2. Februar eröffnen und welche drei Football-Teams neben Denver die erste Playoff-Runde dank eines Freiloses überspringen dürfen.

Die Broncos um Peyton Manning, der zuletzt als erster Quarterback seinen 51. Touchdown-Pass in einer Saison warf, werden die American Football Conference (AFC) als einer der beiden besten Divisionssieger abschließen. Damit haben sie sich ihren Platz im Viertelfinale schon verdient. Die New England Patriots, die Cincinnati Bengals und die Indianapolis Colts mit dem gebürtigen Berliner Björn Werner stehen als übrige Divisionssieger schon fest, doch nur einem bleibt ein Alles-oder-Nichts-Spiel um den Einzug unter die letzten Acht erspart.

Kansas City Chiefs erhalten eine der beiden Wildcards

Gegner in den sogenannten Wild-Card-Playoffs ist eine der beiden Mannschaften, die nach den Divisionsmeistern die beste Bilanz aufweist. Die Kansas City Chiefs erhalten auf jeden Fall eine der beiden Wildcards. Vier Clubs, unter ihnen Meister Baltimore Ravens, kämpfen um die andere. Baltimore braucht nach dem 7:41-Debakel gegen die Patriots nicht nur einen Sieg gegen Cincinnati, sondern auch Schützenhilfe. „Ich habe keine Ahnung von diesem Schützenhilfe-Zeug, wir müssen uns in Cincinnati ums Geschäft kümmern“, meinte Ravens-Profi Ray Rice. „Für uns geht es um sehr viel“, unterstrich Trainer John Harbaugh nach der höchsten Pleite unter seiner Regie.

Dallas-Quarterback Tony Romo plagt sich mit Rückenbeschwerden

Noch spannender sieht es in der National Football Conference (NFC) aus. Die Seattle Seahawks, die Carolina Panthers und Vizemeister San Francisco 49ers stehen zumindest in den Wild-Card-Playoffs. Um die übrigen drei Tickets streiten die Arizona Cardinals, die New Orleans Saints, die Dallas Cowboys, die Philadelphia Eagles, die Chicago Bears und die Green Bay Packers – Hochspannung ist garantiert, zumal in AFC und NFC auch noch offen ist, wer die Nummer eins wird und Heimrecht in den Playoff-Spielen vor dem Super-Bowl-Finale besitzt. Die vielen möglichen Szenarien bieten reichlich Gesprächsstoff für die alltäglichen Expertenrunden im US-Fernsehen, auch angeschlagene Akteure geben willkommenen Anlass zu Spekulationen. So plagt sich Dallas-Quarterback Tony Romo mit Rückenbeschwerden, Trainer Jason Garrett widersprach Berichten, sein Spielmacher werde für die entscheidende Partie gegen Philadelphia ausfallen.

Die Green Bay Packers reisen zu den Chicago Bears – mit Quarterback Aaron Rodgers, der sich im Hinspiel das Schlüsselbein gebrochen hatte. „Jeder Spieler wird etwas riskieren“, sagte Coach Mike McCarthy. Auch im Soldier Field gibt es ein K.-o.-Spiel. Um den Super Bowl geht es dann Anfang Februar in East Rutherford bei New York. Pech für die Fans aus dem Big Apple: Ihre Giants haben die Playoffs verpasst.