Stavenhagens Torjägerin Pauline Engfer (mit Ball) erzielte sieben Tore. Fotos (3): Peter Krüger
Stavenhagens Torjägerin Pauline Engfer (mit Ball) erzielte sieben Tore. Fotos (2): Peter Krüger
Stavenhagens Joahnna Liebig jubelt mit den Fans.
Stavenhagens Joahnna Liebig jubelt mit den Fans.
Handball – Ostsee-Spree-Liga

Coole Gäste feiern Sieg im Handball-Derby

Die Partie zwischen den Frauen des SV Fortuna 50 Neubrandenburg und dem Stavenhagener SV war mit Spannung erwartet worden. Nach dem Spiel war der Gäste-Trainer voll des Lobes.
Neubrandenburg

Am Sonntagnachmittag Punkt 16 Uhr waren der Worte über die Favoritenrolle oder Ticketvergabe (der Nordkurier berichtete) genug gewechselt, nun sollten Taten folgen. Taten auf dem Parkett der Webasto-Arena beim großen Handball-Derby zwischen den Frauen des SV Fortuna 50 Neubrandenburg und dem Stavenhagener SV. Am Ende stand ein 27:23-Auswärtssieg der Reuterstädterinnen, ein völlig verdienter zudem.

Das musste letztendlich auch Fortunen-Trainer Dago Leukefeld zugeben: „Mein Glückwunsch an die Stavenhagener, die hier völlig verdient die Halle als Sieger verlassen haben. Sie haben sehr guten Handball gespielt, mit unglaublichem Willen und Engagement.“ Warum seine Neubrandenburgerinnen dem Gegner nicht wie erhofft Paroli bieten konnten, darüber rätselte Leukefeld noch Stunden nach dem Spiel. „Möglicherweise haben wir den Druck nicht Stand gehalten, der von außen auf den Schultern der Spielerinnen lastete. Irgendwie haben wir zu keiner Zeit ins Spiel gefunden und einfach zu viele Fehler gemacht.“

Rappelvolle Halle und stimmungsgewaltige Fans

Anders die Gäste aus Stavenhagen. Nach ausgeglichenem Beginn setzen sie sich nach knapp sieben gespielten Minuten ab, zur Hälfte der ersten Halbzeit standen sie mit einer Vier-Tore-Führung da. Und diese sollten sie für den Rest des Spiels auch nicht mehr hergeben.

Kein Wunder also, das ihr Trainer Torsten Richter am Ende von einer „sehr reifen Leistung“ sprach, die seine Mädels da in der Vier-Tore-Stadt hingelegt hätten. „Sie haben taktisch sehr clever gespielt, sie sind trotz aller Umstände cool geblieben.“

Mit all den Umständen meinte er ganz sicher auch die rappelvolle Halle, in der stimmungsgewaltig ein fantastischer Rahmen fürs Derby geschaffen wurde. „Das hier war großartige Werbung für den Handballsport“, war sich SSV-Trainer Richter sicher, der der Meinung war, „in der Konstanz über die gesamten 60 Minuten das beste Saisonspiel“ seiner Mannschaft gesehen zu haben.

Defensive war der Schlüssel zum Erfolg

Den Schlüssel zum Erfolg sah er vor allem in der „überragenden Defensivarbeit“, seine Mannschaft hatte an diesem Tag immer die richtige Antwort parat, „auch nach den Deckungsumstellungen des Gegners“.

Im Gegensatz zur Mannschaft, die den Derby-Sieg doch ziemlich ausgelassen feierte, ließ es Richter ein wenig ruhiger angehen. „Ich freue mich vor allem für unsere Fans, auch für die, die nicht in der Halle dabei sein konnten“. Die jedenfalls haben ein sehr besonderes Derby verpasst.

 

Fortuna spielte mit: Fiero, Kage – Stübs, Lenk, Haasmann (2), Schultz (2), Friedrich (3), Stenzel (1), Gahntz (2), Dahn, Kloska (10), Bartsch (1), Schmekel (2)

Stavenhagen spielte mit: Brandt – Liebich (9), Rabe, Pohl, Kaack (2), Jakel (3), Wendt, Jonassen (3), Schindler (1), Engfer (7), Petzke (1), Döbler (1), Hartmann, Sandberg

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