Die Fortuna-Spielerinnen Nele Stenzel und Sarah Schmekel (rechts) versuchen, Stavenhagens Christin Jonassen zu stoppen. Das Hi
Die Fortuna-Spielerinnen Nele Stenzel und Sarah Schmekel (rechts) versuchen, Stavenhagens Christin Jonassen zu stoppen. Das Hinspiel gewann Neubrandenburg beim SSV mit 18:14. Peter Krüger
Handball-Oberliga

Fortuna Neubrandenburg will nach Raketenstart im Derby nachlegen

In Neubrandenburg treffen am Sonntag mit Fortuna und Stavenhagen zwei Spitzenteams der Handball-Oberliga aufeinander. Die Halle ist ausverkauft.
Neubrandenburg

Zwei Topteams der Oberliga, eine ausverkaufte Halle und garantierte Derby-Atmosphäre – das Duell zwischen den Handballerinnen des SV Fortuna 50 Neubrandenburg und dem Stavenhagener SV am Sonntag in der Webasto-Arena (16 Uhr) könnte zur Werbeveranstaltung für den Frauenhandball werden.

„Das Spiel wird für uns und für Stavenhagen ein Highlight, für solche Spiele machen wir alle diesen Job“, sagt Dago Leukefeld. Doch trotz aller Vorfreude auf das Duell der Nachbarstädte – der Fortuna-Cheftrainer betont, dass es für ihn ein ganz normales Punktspiel sei. „Es ist genauso wichtig wie das Spiel nächste Woche gegen Spandau.“

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Wichtig ist für die Fortuna der Monat Januar mit den Spielen gegen Wismar, Stavenhagen und Spandau. Danach, hatte Leukefeld vor dem Rückrundenstart betont, werde man sehen, ob man im Rennen um den Aufstieg wieder mitreden kann.

Stärkstes Aufgebot am Samstag

Beim 34:23-Sieg in Wismar vor sieben Tagen legten die Neubrandenburgerinnen einen Raketenstart hin. „Die Mannschaft ist gut aus der Pause gekommen. Wir hatten Anfang Januar noch einmal ein Kurztrainingslager, auf Wismar waren wir sehr gut vorbereitet“, sagt der Trainer. Vollgas will die Mannschaft auch am Sonntag gegen Stavenhagen geben: „Es ist ein wichtiges Spiel, wenn wir vorn dabei sein wollen.“

Fortuna kann gegen den überraschend guten Aufsteiger sein stärkstes Aufgebot auf die Platte schicken, ein Fragezeichen steht lediglich hinter dem Einsatz von Selina Bartsch (Grippe). „Ich hoffe, dass es bei ihr wenigstens zu Kurzeinsätzen reicht“, sagt Dago Leukefeld.

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Mit dem aktuell besten Kader wird auch der Stavenhagener SV antreten können. Tia Döbler konnte in dieser Woche zwar erneut nicht trainieren, sie wird am Sonntag aber auf der Platte stehen. Das kündigte Trainer Torsten Richter an. Beim Aufsteiger aus der Reuterstadt freut man sich sehr auf das Oberliga-Duell mit Fortuna.

Fortuna möchte Fans einen Livestream anbieten

„Ein Derby ist immer etwas Besonderes für mich. Wir alle sind heiß und werden bereit sein“, kündigt der Trainer an. Die Rollen sind nach Richters Meinung klar verteilt: „Fortuna ist der Favorit. Wir haben keinen Druck, den hat Fortuna. Der Verein möchte in der Tabelle oben dabei sein.“ Das Hinspiel im Herbst verloren die SSV-Frauen mit 14:18, scheiterten dabei aber vor allem an sich selbst. „Wir waren keinen Deut schlechter, aber wenn du 20 Fehlwürfe hast, kann man eben auch nicht gewinnen“, sagt Torsten Richter. Der SSV war in der Vorwoche mit einem 19:19 gegen den Tabellenzweiten HSG Neukölln in die Rückrunde gestartet. Trainer Richter sah dabei eine „großartige erste Halbzeit“ seiner Mädels.

Bedauerlich findet Stavenhagens Trainer, dass am Sonntag nicht alle SSV-Fans in die Webasto-Arena können. Die Partie ist ausverkauft, Stavenhagen bekam 50 Tickets zur Verfügung gestellt. Eine Tageskasse wird es nicht geben. „Wir werden auch für jeden Fan, der nicht in der Halle sein kann, alles geben“, sagt Torsten Richter.

Der SV Fortuna Neubrandenburg bemüht sich derweil, einen Livestream vom Handball-Derby anzubieten. „Wir sind mit unseren Technikern im Gespräch und werden alles versuchen, den Fans diese Möglichkeit zu ermöglichen“, sagte Fortuna-Präsident Michael Schröder.

 

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