Vor einem Jahr wechselte Cheyenne Kuhn vom SC Neubrandenburg zu Bayer 04 Leverkusen.
Vor einem Jahr wechselte Cheyenne Kuhn vom SC Neubrandenburg zu Bayer 04 Leverkusen. Peter Krüger
Sprinterin Cheyenne Kuhn (rechts) noch im SCN-Trikot.
Sprinterin Cheyenne Kuhn (rechts) noch im SCN-Trikot. Peter Krüger
Leichtathletik SC Neubrandenburg

Ehemalige SCN-Sprinterin macht Schluss

Cheyenne Kuhn war Deutsche Meisterin (U20), holte Silber mit der Staffel bei der EM und wechselte vor einem Jahr zu Bayer Leverkusen. Nun beendet sie überraschend ihre Laufbahn.
Leverkusen

Das kam nun überraschend. Es ist auf den Tag genau ein Jahr her, als der Nordkurier den Abschied von Cheyenne Kuhn, der großen Sprint-Hoffnung des SC Neubrandenburg, vermeldete. Damals war es der Abschied vom SCN, dem Club („Hier habe ich erst gelernt, was Leistungssport bedeutet.”), bei dem die Sprinterin immerhin bis zur Deutschen Meisterin (U20) über 100 Meter reifte. Sie wechselte im August 2021 zu TSV Bayer 04 Leverkusen, um dort sportlich den nächsten Schritt zu nehmen.

Nun aber der nächste Abschied und der kommt schon daher wie ein Paukenschlag. Cheyenne Kuhn beendet mit gerade mal 20 Jahren ihre Laufbahn, nimmt somit Abschied vom Leistungssport. Auf Instagram teilte sie ihren Followern mit: „Abschied nehmen von etwas, das mir sehr viel bedeutet hat!” Ein traurig dreinschauender Smiley beschließt die Aussage. „Dieser Sport”, so schreibt Kuhn weiter, „hat mir viel gelehrt. Ich bin über jede Erfahrung, die ich machen durfte, sehr dankbar. Ich kann immer noch nicht glauben, was ich über die Jahre hinweg erreicht habe. Aber noch dankbarer bin ich den Menschen, die ich unterwegs getroffen habe. Danke euch allen für eure Unterstützung!” Am Ende dann ein weißes Herz.

EM-Silber in Estland

Das wars dann nun mit Cheyenne Kuhn auf der Tartanbahn, ab sofort gibt es keine Spikes mehr an ihren Füßen. Aber warum eigentlich nimmt sie Abschied von ihrem einst so geliebten Sport? „In den letzten Jahren haben sich die Verletzungen immer mehr gehäuft”, sagt die Sprinterin über ihr überraschendes Laufbahnende, „so ist es einfach körperlich und mental nicht möglich, gute Leistungen zu bringen.”

Und genau diese, also die guten Leistungen, waren dafür verantwortlich, dass Cheyenne Kuhn national wie auch international für Aufsehen sorgen konnte. Neben dem Deutschen U20-Meistertitel 2021 hatte Kuhn bei der U20-Europameisterschaft in Tallinn (Estland) Silber mit der deutschen 4x100-Meter-Staffel geholt.

Ihr größter Erfolg? „Das war in Baku.” Beim European-Youth-Olympic-Festival 2019 in Aserbaidschan setzte sie das erste Mal auf internationaler Sprintbühne ein Achtungszeichen, gewann Bronze. Nun aber der Abschied.

 

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