FIGHT NIGHT NEUBRANDENBURG

Ex-Kicker tritt bei MMA-Abend gegen Syrer aus Rostock an

Lars Karnatz gibt normalerweise für die Oldies des FCN das Abwehrbollwerk. Aber jetzt hat er eben mal die Sportart gewechselt.
Lars Karnatz (Mitte) hat sich mit Stephan Kreienbrink (links) und Danny Schindhelm auf sein Kampfdebüt vorbereitet.
Lars Karnatz (Mitte) hat sich mit Stephan Kreienbrink (links) und Danny Schindhelm auf sein Kampfdebüt vorbereitet. Jochen Barmann
Lars Karnatz (links) hat sich in den vergangenen Wochen im Training mit Stephan Kreienbrink (rechts) und Denny Schindhelm auf seinen Auftritt als Kämpfer vorbereitet. Foto: privat
Lars Karnatz (links) hat sich in den vergangenen Wochen im Training mit Stephan Kreienbrink (rechts) und Denny Schindhelm auf seinen Auftritt als Kämpfer vorbereitet. privat
Neubrandenburg.

„Nur meine Mutter.“ Lars Karnatz muss nicht lange überlegen, wenn er gefragt wird, wer ihm von seinem neuesten sportlichen Vorhaben abgeraten hat. Aber seine Idee hat er trotzdem zielgerichtet verfolgt. Denn am 30. März wird der Kicker, der Hunderte Spiele für Post Telekom, FC Neubrandenburg, den Greifswalder SC und die TSG Neustrelitz bestritten hat, von den heimischen Stadien in eine andere Arena wechseln. Mit 51 Jahren will sich „Larry“, wie er genannt wird, bei der 13. Neubrandenburger Fight Night in der Kampfsportart Mixed Martial Arts (MMA) versuchen.

Vor einem Jahr hatte er in lockerer Runde mit Kampfsport-Trainer Danny Schindhelm den Entschluss gefasst, diese Herausforderung anzugehen. Auf knapp 90 Kilogramm taxiert er sein Wettkampfgewicht, das ist nur wenig mehr als zu seinen besten Fußballer-Zeiten.

Organisator: „Kampf wird Höhepunkt des Abends”

Lars Karnatz galt in seinen mehr als 30 Jahren Fußball nie als Techniker am Ball, sondern war stets der Kämpfer, der bis zum Schlusspfiff jeden Grashalm beackerte. Die Kicker-Karriere lässt Karnatz mittlerweile bei den FCN-Oldies ausklingen. Die Alten Herren mussten allerdings in den zurückliegenden Monaten auf ihre Abwehrsäule verzichten, da sich Karnatz gezielt mit mehreren Trainingseinheiten pro Woche auf sein Kampfsportdebüt vorbereitet hat.

„Für uns wird der Kampf ein Höhepunkt des Abends“, betont Fight-Night-Organisator Stephan Kreienbrink. Gegner wird Rateb Hatahet sein, ein Syrer, der seit einigen Jahren in Rostock lebt und in seiner Vita unter anderem einen WM-Titel im Thaiboxen stehen hat. Beide Kontrahenten sind etwa gleich schwer, aber Hatahet ist ein paar Zentimeter größer und 17 Jahre jünger als Karnatz.

Allein 70 Karten für die Kampfnacht hat Karnatz selbst geordert: Viele seiner Rasen-Mitspieler werden am Ring die Daumen drücken, genau wie einige Freunde. Nur seine Mutter nicht. „Aber das ist okay. Sie wohnt ohnehin weit weg“, schmunzelt Larry. Und macht klar: Nach dem Wettkampf im Ring möchte er sich auch wieder auf dem Rasen als Fußballer zeigen.

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