Direkt vor Rügens Küste wetteifern die Boote bei den einzelnen Etappen um Bestzeiten.
Direkt vor Rügens Küste wetteifern die Boote bei den einzelnen Etappen um Bestzeiten. Peter Krüger
Outrigger auf der Ostsee

Paddler kämpfen um Sieg vor Rügens Küste

Insgesamt 14 Outrigger gehen beim 6. Rugia-Cup in Sellin an den Start. Sogar ein Boot aus dem Ausland ist dabei.
Sellin

Endlich geht es los. Am Dienstag wurde das Boot im Neubrandenburger Heimathafen verladen, am Mittwoch nach Sellin transportiert und ab Freitag wird es dann bis Samstagabend so etliche Kilometer abreißen. Genau genommen dürften es fast 100 sein, die die 14 startenden Boote, eines sogar aus Kroatien, beim immerhin schon 6. Outrigger-Rugia-Cup auf dem Ostseegewässer vor der Küste Rügens in Angriff nehmen.

Der Teilnehmerrekord vom Vorjahr ist somit eingestellt. „Möglicherweise“, so vermutet Organisator Mike Rolle, „wären es noch ein paar Boote mehr gewesen, wenn jetzt nicht gerade die Sprint-WM in London stattfinden würde“.

Aber auch so dürfte auf der Ostsee jede Menge los sein, denn immerhin duellieren sich dort in den kommenden Tagen 168 Paddler, natürlich aufgeteilt auf die 14 Boote. Allesamt sind es sogenannte „Sechser“-Boote, die doppelt besetzt sind, weil es auf den jeweiligen Etappen zu zahlreichen mit Spannung erwarteten Wechseln kommen wird. Insgesamt stehen drei Etappen auf dem Programm, die längste mit knapp 46 Kilometern gleich diesen Freitag ab 10.30 Uhr.

Wechsel am Selliner Südstrand

Freitag geht es dann ab 10 Uhr mit den beiden anderen Rennen weiter, eines geht über 22 Kilometer und nachmittags stehen dann die 4 mal 6 Kilometer inklusive drei flotter Besatzungswechsel – auch immer eine Augenweide für interessierte Zuschauer – am Selliner Südstrand an.

Genau dort finden sich auch in diesem Jahr Start und Ziel der jeweiligen Rennen wieder. Eine Veränderung der Veranstaltung, die im Vorjahr erstmals ausprobiert und letztendlich für gut befunden wurde. „Natürlich hatte die Selliner Seebrücke bei einstigen Starts und Zieleinläufen ein besonderes Flair, doch insgesamt bietet der Südstrand für uns Sportler die besseren Bedingungen“, sagt Mike Rolle, der auch selbst in einem der 14 Boote sitzen wird.

Und zwar beim „Team Pollo/PSV 90 Kanu“ aus Neubrandenburg, ein Boot das durchaus mit Ambitionen über die Ostseewellen rauschen wird. „Wir wollen schon aufs Podium“, formuliert Rolle ziemlich klar sein Ziel, wohlwissend dass der Vorjahressieger, das Magdeburger Boot „Beast Boys and Friends“ auch in diesem Jahr wieder der große Favorit sein wird.

„Die haben ein paar frisch gebackene Drachenboot-Weltmeister und Vizeweltmeister dabei“, weiß Rolle. Ein sonst übliches zweites Neubrandenburger Boot wird in diesem Jahr nicht am Start sein. Besatzungssorgen beim SC Neubrandenburg lassen es im Heimathafen zurück.

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