Abwehrspieler Thomas Meißner will mit Hansa endlich Punkte holen.
Abwehrspieler Thomas Meißner will mit Hansa endlich Punkte holen. Peter Krüger
Fussball

Abwehrrecke Meißner sieht Hansa auf richtigem Weg

Bisher spielen die Rostocker eine gute Zweitliga-Saison, nur die Punkte fehlen noch. Bei Holstein Kiel will der Aufsteiger sich endlich belohnen.
Rostock

Thomas Meißner hat langsam die Faxen dicke, und deshalb fiel seine Wortwahl vielleicht auch etwas drastisch aus. Es gehe ihm auf den Sack, immer vom Gegner zu hören, dass man gut gespielt habe, der Gegner dann aber die Punkte mitnimmt, grantelte Hansa Rostocks Abwehrrecke nach der 0:2-Niederlage in der 2. Fußball-Bundesliga gegen den FC Schalke 04.

Gut gespielt gegen den 1. FC Nürnberg – 0:1 verloren; gut gespielt gegen Schalke – 0:2 verloren: Die Rostocker nähern sich nach den beiden Schlappen den unmittelbaren Abstiegsplätzen. „Fußball ist ein Ergebnissport”, verwies Hansa-Trainer Jens Härtel auf die Tatsache, dass allein schön spielen in dieser Liga auf Dauer keinen Erfolg bringt. „Wir müssen aufpassen, dass wir jetzt nicht in eine Spirale kommen und dagegen steuern”, sagte der Fußballlehrer vor der nächsten Aufgabe am Samstag (13.30 Uhr/Sky) bei Holstein Kiel.

Kiel überraschte gegen Paderborn

Die kriselnden Kieler haben in der Vorwoche auf den überraschenden Abgang von Trainer Ole Werner mit einem ebenso überraschenden 2:1-Sieg beim SC Paderborn geantwortet. Interimstrainer Dirk Bremser scheint die Truppe wieder gerade gerückt zu haben. Thomas Meißner erwartet denn auch eine intensive Partie, in der „beide Mannschaften Vollgas” geben werden.

Holstein Kiel liegt nur einen Zähler vor den Rostockern. Hansas Innenverteidiger sieht seine Elf trotz der beiden Niederlagen auf dem richtigen Weg. „Wenn wir so weiterspielen, holen wir auch die nötigen Punkte”, sagte der 30-Jährige, der im Sommer vom ungarischen Erstligisten Puskás Akadémia FC an die Ostsee kam. Die Einstellung in der Mannschaft stimme jedenfalls, das sehe man Woche für Woche. „Wir wissen, an welchen Drehschrauben wir drehen müssen und müssen jetzt weiter hart arbeiten. Wir sollten auch nicht auf die Tabelle schauen. Jetzt geht es nach Kiel, da wollen wir punkten”, so Meißner.

Für Tobias Schwede kommt ein Einsatz noch zu früh

Trainer Härtel hatte indes bereits nach der Schalke-Partie erklärt, dass die Aufgabe im Nordduell nicht einfacher werden würde. Und das machte er auch noch einmal deutlich. „Kiel hatte einen schwierigen Start, hat aber individuelle Qualität und nun sein Rhythmus gefunden”, so der Hansa-Chefcoach. Aber, ergänzte der 52-Jährige zugleich: Kiel sei nicht unverwundbar. „Wir wollen diszipliniert bleiben, unangenehm sein und die Situationen, die wir kriegen, nutzen”, kündigte er an.

Die personelle Situation beim Zweitliga-Aufsteiger aus Rostock ist derweil ganz passabel. Nicht dabei sein wird Lukas Scherff, der nach seinem Kreuzbandriss monatelang ausfallen wird. „Für Lukas tut es uns unheimlich leid, dass er so eine schwere Verletzung erleiden musste”, sagte Jens Härtel. Zurück im Mannschaftstraining ist dagegen Mittelfeldmann Tobias Schwede. Ein Thema für die Partie in Kiel sei er aber noch nicht. „Er braucht noch Zeit”, so der Trainer. Auch Maurice Litka wird weiterhin fehlen. Der zuletzt erkrankte Streli Mamba ist dafür bereit für Kiel.

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