FUßBALL-OBERLIGA

Bleiben oder gehen? Rätselraten um TSG-Trainer

Er gilt als talentierter Fußballtrainer, Spieler loben sein Fachwissen, seine Akribie. Tomasz Grzegorczyk ist nun seit zwei Jahren in Neustrelitz, sein Vertrag läuft nun aber aus.
Wird Tomasz Grzegorczyk auch in der nächsten Saison TSG-Trainer sein?
Wird Tomasz Grzegorczyk auch in der nächsten Saison TSG-Trainer sein? Andy Buenning
Neustrelitz.

Seit dieser Woche schwitzen auch die Oberliga-Fußballer der TSG Neustrelitz wieder für die Rückrunde. Bei den Testspielen unter anderem gegen Regionalligist VSG Altglienicke dürfte in den nächsten Wochen der eine oder andere Probespieler dabei sein. Trainer Tomasz Grzegorczyk wünscht sich Verstärkung für die zweite Saisonhälfte. Ob er sie bekommt, werden die kommenden Tage zeigen.

Die wichtigste Personalie bei der TSG ist aber kein möglicher Neuzugang, sondern Tomasz Grzegorczyk selbst. Der Vertrag des 38-jährigen Trainers läuft im kommenden Sommer aus, eine Verlängerung scheint momentan nicht selbstverständlich. Die Protagonisten geben sich bei dem Thema zurückhaltend. „Das hat noch Zeit”, sagt Präsident Hauke Runge, der die Frage, ob der Club denn gern mit Tomasz Grzegorczyk verlängern würde, so beantwortet: „Unsere Zielstellung für die Saison ist ein Platz zwischen drei und sechs. Da liegen wir im Soll.”

Das Pokal-Abschneiden ärgert den Boss

Nach der Hinrunde steht die TSG auf Rang sechs, die Tendenz zeigte zuletzt allerdings nach unten. Aus den letzten sieben Punktspielen holte die Grzegorczyk-Elf nur einen Sieg (2:0 gegen Tasmania Berlin). Die Elf um Kapitän Kevin Riechert spielt teilweise guten Fußball, ihr fehlt jedoch die Konstanz. Was den TSG-Boss aber besonders wurmt, ist das erneut frühe Aus im DFB-Landespokal im September beim Verbandsligisten Malchower SV (0:1). „Das Abschneiden im Pokal war peinlich und ärgert mich immer noch”, sagt Runge. Seit 2015 stand Neustrelitz nicht mehr im Pokalfinale – zu wenig für den ambitionierten Verein.

Tomasz Grzegorczyk ist selbst nicht zufrieden mit dem Auf und Ab seiner Mannschaft in der bisherigen Saison. Fragen zu seiner Zukunft in Neustrelitz weicht jedoch auch er aus. „Was wir bei der TSG alles machen im Umfeld, das haben nicht viele Oberligisten”, lobt er dafür die nahezu perfekten Bedingungen im Verein.

Polens Profiliga würde den TSG-Trainer reizen

Aber Grzegorczyk ist extrem ehrgeizig, sein großes Ziel ist der Profifußball. „Ich möchte mich als Trainer weiterentwickeln, es gibt da viele Gedanken“, sagt er. Angebote aus der 1. polnischen Liga hatte er bereits vorliegen: „Die Ekstraklasa in Polen würde mich reizen.” Geschichten wie die von Ersan Parlatan treiben ihn an. Der einstige Neustrelitzer Co-Trainer arbeitet mittlerweile als Assistent beim türkischen Erstligisten Göztepe. „Im Fußball geht es manchmal sehr schnell”, so Grzegorczyk. Er sei dem Verein gegenüber aber loyal. Deshalb wolle er auch erst einmal Gespräche führen mit den TSG-Verantwortlichen.

Dem Vernehmen nach sollen Trainer und TSG-Präsidium inzwischen schon mal miteinander gesprochen und sich darauf verständigt haben, erst einmal die ersten drei, vier Spiele in der Oberliga-Rückrunde abzuwarten, bevor man über eine gemeinsame Zukunft redet. Dies klingt alles andere als nach Harmonie. Die Zeichen stehen wohl auf Abschied.

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