Universiade

Claudine Vita gilt in Neapel als Favoritin

Die Neubrandenburger Diskuswerferin startet bei der Universiade in Italien und möchte eine Medaille. Es ist eine der größten Sportveranstaltungen weltweit.
Claudine Vita, hier bei der EM in Berlin, startet bei der Universiade in Neapel.
Claudine Vita, hier bei der EM in Berlin, startet bei der Universiade in Neapel. Kay Nietfeld
Neubrandenburg

Neapels Bäcker und Konditoren haben sich etwas einfallen lassen zum Start der Sommer-Universiade 2019. Mit fein dekorierten Torten und anderen Backwerken begrüßen sie die 8000 Sportler, die seit dem Wochenende in der süditalienischen Stadt um Titel und Medaillen bei den Weltspielen der Studierenden kämpfen.

Ob Claudine Vita Zeit finden wird, die Köstlichkeiten zu probieren, ist gut möglich. Die Diskuswerferin des SC Neubrandenburg ist seit Samstag in der Stadt am Vesuv, am Montag erst steht für die 22-Jährige die Qualifikation auf dem Programm – ein wenig Zeit für die italienischen Annehmlichkeiten dürfte sie da schon gefunden haben.

Das Finale steigt im Stadion San Paolo

Das Diskuswurf-Finale steigt am Dienstag um 20 Uhr im Stadion San Paolo, und dort möchte Vita ganz vorn mitmischen. Die mit 66,64 Meter aktuell Vierte der Weltjahresbestenliste erwartet von sich auch nichts anderes als eine Medaille: „Die sollte ich mitnehmen können”, sagt sie.

Ihr Trainer Dieter Kollark sieht es genauso. „Die Ausgangssituation ist einfach so, dass Claudine als Favoritin anreist. Von daher ist eine Medaille schon ein Muss.” Ein Selbstläufer werde der Wettkampf aber nicht. „Die Konkurrenz ist gut, kommt vor allem aus den USA und Jamaika. Vor zwei Jahren haben 59 Meter gereicht, um die Universiade zu gewinnen. Das wird diesmal nicht genügen”, sagt Kollark.

Nach den zuletzt etwas holprigen Wochen mit Verletzungen und einigen enttäuschenden Ergebnissen haben der Cheftrainer und Vita an der Technik gearbeitet und sind dabei zurück zu den Wurzeln gekehrt.

Claudine Vita wirft wieder mit der alten Technik

Vita wirft nun wieder mit der so genannten Stütztechnik, bei der der Fuß auf dem Boden bleibt, und nicht mehr im Umsprung. „Wir haben das jetzt zwei Jahre gemacht. Diese Stütztechnik ist aber einfach die sichere Variante. Beim Umsprung ist die Gefahr von ungültigen Würfen sehr groß”, so die Studentin an der Hochschule Neubrandenburg. Im Training habe sich dies bereits ausgezahlt, sagt Kollark: „Sie hat sehr stabil geworfen. Die Umsprungtechnik ist ein Glückspiel, wir brauchen jetzt aber Sicherheit.”

In Neapel sind etwa 8000 Sportler am Start, der Allgemeine Deutsche Hochschulsportverband ist mit 130 Athleten vertreten. Mit dem Sieg bei den Deutschen Hochschulmeisterschaften im Mai hatte sich die Neubrandenburger Diskuswerferin die Fahrkarte für die Universiade gesichert.

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