Diskuswurf

Claudine Vita mit Weltklasse-Wurf in Neubrandenburg

Bei einem Meeting in Neubrandenburg warf Claudine Vita neue persönliche Bestweite. So weit warf im Jahnstadion seit über 30 Jahren keine Diskuswerferin mehr.
Claudine Vita warf den Diskus so weit wie noch nie in ihrer jungen Laufbahn.
Claudine Vita warf den Diskus so weit wie noch nie in ihrer jungen Laufbahn. Peter Krüger
Neubrandenburg

Was für ein Auftritt von Claudine Vita: Im heimischen Jahnstadion warf Deutschlands derzeit beste Diskuswerferin beim traditionellen Maisportfest des SC Neubrandenburg 66,49 Meter und katapultierte sich mit dem Weltklasse-Resultat damit auf Rang drei der Jahresweltbestenliste. Nur die US-Amerikanerin Valarie Allmann (67,15) und Yaimé Perez aus Kuba (66,74) waren in dieser Saison besser.

Die Weite bedeutete zugleich neue persönliche Bestleistung; ihre alte Marke stand bei 65,14 Meter. „Meine persönliche Bestweite um fast eineinhalb Meter verbessert, ich freue mich riesig. Ich habe mich gut gefühlt und wusste, dass ich diese Weite drauf habe”, sagte die 22-jährige SCN-Athletin.

Weltrekord wurde 1988 in Neubrandenburg geworfen

Vita stieg mit zwei Fehlversuchen sowie 63,37 Metern in Durchgang zwei in den Wettkampf ein, dann flog die Scheibe auf 66,64. Auch in ihren letzten beiden Versuchen (64,72, 64,37) untermauerte sie ihre Frühform. Platz zwei ging an Marike Steinacker von Bayer Leverkusen (56,82).

Freude auch bei Vitas Trainer Dieter Kollark: „Die Bedingungen waren wirklich nicht einfach, von daher sind wir natürlich zufrieden. Ist der Wind günstiger, wirft Claudine hier sogar 68 oder 69 Meter”, sagte er.

So weit wie Claudine Vita hat in Neubrandenburg seit mehr als 30 Jahren keine Diskuswerferin mehr geworfen. Nur Astrid Kumbernuss (66,60 Meter in der U20) und Gabriele Reinsch warfen am Tollensesee weiter: Bei den DDR-Meisterschaften im Juni 1988 gelangen Reinsch im Jahnstadion damals 76,80 Meter – diese Weite ist heute noch Weltrekord.

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