Leichtathletik

Claudine Vita schuftet in der Heimat für Olympia

Die Neubrandenburger Diskuswerferin und ihr Kollege Tim Ader haben ein erstes Trainingslager bezogen. Trainer Dieter Kollark ist guter Dinge.
SCN-Aushängeschild Claudine Vita will im nächsten Jahr bei den Olympischen Spielen in Tokio starten.
SCN-Aushängeschild Claudine Vita will im nächsten Jahr bei den Olympischen Spielen in Tokio starten. Thomas Krause
Trainer Dieter Kollark gibt sich zuversichtlich.
Trainer Dieter Kollark gibt sich zuversichtlich. Heiko Brosin/Archiv
Neubrandenburg

Keine Trainingslager in der Sonne, keine Reisen nach Zypern oder in die Türkei: Diskuswerferin Claudine Vita vom SC Neubrandenburg wird sich wegen der Coronapandemie auf die anstehende Olympiasaison vorrangig in der Heimat vorbereiten. „Reisen ins Ausland machen zurzeit keinen Sinn, wir werden uns auf das Training in Neubrandenburg konzentrieren, hier haben wir ja auch gute Bedingungen”, sagt ihr Trainer Dieter Kollark.

Allerdings, so der 76-Jährige Erfolgscoach, werde man das eine oder andere Mal im Bundesleistungszentrum in Kienbaum (Brandenburg) Trainingslager beziehen: „Das hat einfach den Grund, dass es dort ein Wurfhaus gibt. Das ist bei unbeständigem Wetter natürlich von Vorteil.” Das Trainingscamp in der brandenburgerischen Einsamkeit hat Kollark mit seinen beiden Diskuswurf-Schützlingen Claudine Vita und Tim Ader (U23) denn am Dienstag auch gleich bezogen. Bis zum Samstag will der Trainer dort sehen, wie es sich unter den Corona-Einschränkungen mit den Athleten arbeiten lässt.

Weiten über 60 Meter sind nötig für Tokio

Im Blickfeld steht dabei ganz klar Claudine Vita. Die 24-Jährige – einzige Leichtathletin in Mecklenburg-Vorpommern mit Olympiakader-Status – will im kommenden Jahr bei den Olympischen Spielen in Tokio am Start sein. Nur darauf ist die Arbeit in den nächsten Monaten ausgerichtet.

Nach Ansicht von Dieter Kollark ist seine Athletin gut in den Olympiazyklus gestartet. „Wir konnten auch wegen des guten Wetters in den letzten Wochen hier in Neubrandenburg viel werfen. Ich habe ein gutes Gefühl, was Claudine betrifft. Trotz der ganzen Unsicherheit wegen Corona war sie immer hoch motiviert in den vergangenen Monaten”, sagt ihr Coach. Im Training hat sie die ein Kilogramm schwere Scheibe schon wieder nahe an die 60-Meter-Marke geworfen. Weiten über 60 Meter sind auch nötig, um 2021 eine der drei Fahrkarten für Tokio zu erhalten.

Die Konkurrenz bei den deutschen Damen ist groß

Gerade die Konkurrenz im Diskuswerfen der Frauen ist groß in Deutschland. Mit Nadine Müller, Shanice Craft, Kristin Pudenz, Marike Steinacker, Julia Harting und Claudine Vita kämpfen sechs Damen um drei Tickets. „Das wird für alle nicht einfach”, sagt Kollark. Er hofft, dass es in diesem Jahr auch noch einen Wettkampf geben wird. Am 5. Dezember sind in Neubrandenburg die MV-Hallenlandesmeisterschaften mit Winterwurf geplant. Der SC Neubrandenburg als Veranstalter hält noch an der Veranstaltung fest, eine Absage ist wegen der Infektionszahlen aber nicht ausgeschlossen.

„Ich meine, dass man die Wurfwettbewerbe draußen austragen könnte. Dort kann man Hygienevorschriften wie Abstände gut einhalten”, sagt Dieter Kollark. Der Leichtathletik-Trainer gibt sich indes auch optimistisch, dass die Olympischen Spiele in Tokio, die in diesem Sommer wegen der weltweiten Coronakrise abgesagt wurden und 2021 nachgeholt werden sollen, auch stattfinden. „Ich bin da mittlerweile sehr zuversichtlich. Wenn der Impfstoff im Frühjahr kommt, finden die Spiele in Tokio statt”, sagt er.

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