Bei den Werfertagen in Halle verfehlte Claudine Vita die WM-Norm noch klar.
Bei den Werfertagen in Halle verfehlte Claudine Vita die WM-Norm noch klar. Thomas Krause
Die US-Amerikanerin Chase Ealey stieß Weltjahresbestleistung.
Die US-Amerikanerin Chase Ealey stieß Weltjahresbestleistung. Thomas Krause
Ex-Weltmeister David Storl meldete sich zurück.
Ex-Weltmeister David Storl meldete sich zurück. Thomas Krause
Katharina Maisch stieß persönliche Bestweite.
Katharina Maisch stieß persönliche Bestweite. Thomas Krause
Martin Wierig wurde Zweiter beim Diskuswurf der Männer.
Martin Wierig wurde Zweiter beim Diskuswurf der Männer. Thomas Krause
Leichtathletik

Claudine Vita verfehlt WM-Norm noch klar

Bei den Halleschen Werfertagen gab es einige Klasse-Ergebnisse. Neubrandenburgs Diskuswurf-Ass war jedoch nicht zufrieden.
Halle

Die Leichtathletik-Weltmeisterschaft im Sommer in Eugene (USA) ist für Claudine Vita noch mehr als zwei Meter entfernt. Die Diskuswerferin vom SC Neubrandenburg wurde bei den Halleschen Werfertagen bei schwierigen Windverhältnissen mit 61,43 Metern Dritte und verfehlte damit die angepeilte WM-Norm (63,50) noch klar. „Da muss man nichts schönreden, ich bin überhaupt nicht zufrieden”, sagte der Schützling von Trainer Dieter Kollark. Nach dem Einwerfen habe sie noch ein sehr gutes Gefühl gehabt, im Wettkampf sei es dann überhaupt nicht gelaufen: „Das ist schon frustrierend.” Auch Dieter Kollark war enttäuscht: „So wird es nicht einfach mit der WM-Norm. Nach den Zubringerleistungen müsste Claudine viel weiter werfen, doch die Disken fliegen einfach nicht.”

Der Sieg ging an die Olympiazweite Kristin Pudenz vom SC Potsdam mit starken 66,11 Metern. Sie kam mit dem böigen Wind am besten zurecht. Es war die weltweit drittbeste Weite in diesem Jahr. An der Spitze steht Olympiasiegerin Valarie Allman (USA, 71,46). Platz zwei in Halle holte sich Shanice Craft vom SV Halle (63,28). Die Wahl-Neubrandenburgerin Marike Steinacker (Bayer Leverkusen) belegte Rang vier (61,26).

Auch die Diskus-Männer hatten mit den Windverhältnissen arg zu kämpfen. Am Ende setzte sich der Tscheche Marek Barta mit bescheidenen 63,36 Metern vor Martin Wierig vom SC Magdeburg (62,95) und David Wrobel vom VfB Stuttgart (62,90) durch.

Ex-Weltmeister Storl gab sich optimistisch

Ein Weltjahresbestleitung gab es indes beim Kugelstoßen der Frauen: Die US-Amerikanerin Chase Ealey gewann die Konkurrenz mit 19,76 Metern vor Hallenweltmeisterin Auriol Dongmo (19,09, Portugal) und der Schwedin Fanny Roos (18,72). "Ich bin total happy", sagte Chase Ealey dem Nordkurier. Die beiden Deutschen Sarah Gambetta (SV Halle, 18,62) und Katharina Maisch (LSV 90 Erzgebirge, 18,57) belegten die Ränge vier und fünf. Das Duo erfüllte aber die WM-Norm.

Bei den Männern meldete sich Ex-Weltmeister David Storl vom SC DHfK Leipzig bei seinem erst zweiten Wettkampf nach langer Verletzungspause mit 20,31 Metern und Platz 3 zurück. „Es war ein solider Anfang. Die EM- und WM-Norm kann ich stoßen”, sagte er. Die Konkurrenz in Halle gewann Lincoln Scott (Großbritannien) mit 20,92 Metern vor dem Norweger Marcus Thomsen (20,57).

Top-Favoritin Christin Hussong (LAZ Zweibrücken) setzte sich souverän beim Speerwurf durch. Ihr bester Wurf landete bei 62,33 Metern. Bei den Männern durfte sich Maurice Voigt (LG Ohra Energie) mit 80,46 Metern über seinen ersten 80-Meter-Wurf der Karriere freuen.

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