Leichtathletik, Kanu, Triathlon
Das sind Neubrandenburgs neue Olympia-Hoffnungen

Präsident Heinrich Nostheide und Astrid Kumbernuss präsentieren das SCN-Perspektivteam.
Präsident Heinrich Nostheide und Astrid Kumbernuss präsentieren das SCN-Perspektivteam.
Thomas Krause

Bei den Olympischen Spielen 2020 in Tokio sollen wieder Sportler vom SC Neubrandenburg am Start sein. Beim Club gibt es vielversprechende Talente in der Leichtathletik, im Kanu und im Triathlon.

Vor sechs Jahren in London sind letztmalig Sportler vom SC Neubrandenburg bei den Olympischen Spielen am Start gewesen. Diskuswerferin Anna Rüh, die mittlerweile beim SC Magdeburg trainiert, belegte Platz neun – für die damals 19-Jährige war es ein Riesenerfolg.

Martin Hollstein stand sogar auf dem Podest. Im Zweier-Kajak fuhr er mit seinem Partner Andreas Ihle zu Bronze über 1000 Meter. Auch Kugelstoßer Ralf Bartels, Stabhochspringerin Martina Strutz, Siebenkämpferin Julia Mächtig sowie Triathletin Anja Dittmer waren in London dabei, blieben aber teilweise unter den eigenen Erwartungen.

Vor vier Jahren in Rio de Janeiro schaffte es kein Athlet vom Tollensesee in die olympischen Arenen.

Bei den nächsten Spielen 2020 in Tokio will der gerade in Sachen Olympia traditionsreiche Sportclub wieder dabei sein. Die Grundlage dafür ist im Neubrandenburger Sportgymnasium gelegt worden: Der SCN berief sein Perspektivteam, in dem sechs Sportler aus den Bereichen Leichtathletik, Kanu und Triathlon vereint sind.

Besondere finanzielle Unterstützung für Spitzensportler

Die Diskuswerfer Claudine Vita und Tim Ader, Siebenkämpferin Sophie Weißenberg, die Kanurennsportler Lina Bielicke und Nils Globke sowie Triathletin Lena Meißner unterschrieben individuelle Zweijahres-Verträge, die ihnen für diesen Zeitraum unter anderem eine besondere finanzielle Unterstützung gewährleisten.

„Es ist ein Eliteteam, die Sportler sind die Perspektiven des SC Neubrandenburg“, sagte Astrid Kumbernuss, Geschäftsführerin der Sport Direkt Management und Verwaltungs GmbH.

Vermarkter des SCN schafft Voraussetzungen

Die Firma ist sozusagen der SCN-Vermarkter und unter anderem für die Sponsorengewinnung zuständig. Sie kurbelte in den vergangenen Monaten, um die finanziellen Voraussetzungen für das Perspektivteam zu schaffen.

Individuelle Verträge mit Sportlern gab es beim SCN schon immer, aber mit so jungen Athleten noch nie. „Wir wollten damit auch ein Zeichen setzen, das war uns wichtig”, sagte Kumbernuss, die zugleich betonte, dass der Club von seinen Elite-Sportlern in den nächsten Monaten auch die entsprechenden Leistungen erwarte.

Sportler sollen Stammgäste bei Großereignissen sein

Leistung heißt: Künftig sollen Sportler vom Tollensesee bei Europa- und Weltmeisterschaften und bei Olympischen Spielen wieder Stammgäste sein. „Dafür wollen wir hier etwas bewegen”, sagte SCN-Präsident Heinrich Nostheide. Das würde auch jegliche Diskussion um die Zukunft des Bundesstützpunktes in Neubrandenburg beenden, die momentan geführt wird.

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Philipp Amthor, Gast der Veranstaltung, sagte in dem Zusammenhang, dass es jetzt erst einmal Planungssicherheit bis 2020 gebe. „Alles andere wäre ein katastrophales System für die Region gewesen. Aber klar ist uns auch, dass es über das Jahr 2020 hinaus weitergehen muss”, sagte der CDU-Politiker.