LEICHTATHLETIK

Diskuswerferin Vita liefert "Katastrophen-Wettkampf"

Beim Werfermeeting in Sachsen-Anhalt musste die Neubrandenburger Diskuswerferin Claudine Vita eine gefühlte Niederlage einstecken.
Thomas Krause Thomas Krause
Neubrandenburgs Diskuswerferin Claudine Vita enttäuschte in Sachsen-Anhalt. (Archiv)
Neubrandenburgs Diskuswerferin Claudine Vita enttäuschte in Sachsen-Anhalt. (Archiv)
Schönebeck.

Nur 63,85 Meter, Platz drei und ein schlechtgelaunter Trainer: Diskuswerferin Claudine Vita vom SC Neubrandenburg hat beim 14. Sole-Cup in Schönebeck (Sachsen-Anhalt) einen Wettkampf abgeliefert, der alles andere als nach Wunsch lief. „Das war ein Katastrophen-Wettkampf”, sagte Trainer Dieter Kollark sogar. Die Leistung habe sich aber bereits in der Woche beim Training abgezeichnet.

Auch die 22-Jährige vom SC Neubrandenburg war sauer über die eigene Leistung, eine richtige Erklärung hatte sie aber nicht. „Ich habe mich vor dem Wettkampf sehr gut gefühlt, dachte sogar, dass ich heute wieder um die 66 Meter werfen kann”, sagte sie hinterher. Am 1. Mai hatte Vita in Neubrandenburg die europäische Jahresbestleistung von 66,64 aufgestellt.

Der Sieg ging an Nadine Müller vom SC Halle, die sich mit 64,37 Meter knapp gegen Kristin Pudenz vom SC Potsdam (64,32) durchsetzte. Pudenz will auch am Sonntag beim stark besetzten Meeting des SC Neubrandenburg (ab 10 Uhr im Jahnstadion) an den Start gehen. „Ich freue mich und hoffe, dort meine Leistung bestätigen zu können”, sagte sie. Platz fünf ging an Marike Steinacker von Bayer Leverkusen (60,69), die seit dieser Saison bei Dieter Kollark in Neubrandenburg trainiert. Anna Rüh vom SC Magdeburg, die in Schönebeck mit 61,50 Vierte wurde, sagte Neubrandenburg indes ab.

Bei den Männern gewann Martin Wierig

Bei den Männern gewann der Magdeburger Martin Wierig mit 66,04 Meter, gefolgt von seinem Clubkollegen David Wrobel (65,88) und Clemens Prüfer vom SC Potsdam. Der ehemalige Neubrandenburger erzielte mit 63,76 eine neue persönliche Bestweite. Mit Merten Howe durfte sich ein weiterer Ex-SCN-Athlet freuen. Mit 60,39 Meter knackte der U23-Mann vom SV Halle erstmals die 60-Meter-Marke.

Tim Ader vom SC Neubrandenburg erreichte mit 57,82 eine persönliche Jahresbestleistung, die Norm für die U23-EM (59,00) verfehlte er jedoch. Sein Clubkollege Erik Marquardt (U20) verbesserte seine persönliche Bestleistung zwar um drei Meter auf 54,30 Meter, die EM-Norm von 56,00 Meter verpasste aber auch er.

Im Kugelstoßen der U18 landete Claudio Stössel nach einem enttäuschenden Wettkampf auf Platz fünf mit 17,55 Meter. „Da müssen mindestens 18 Meter her”, sagte Trainer Gerald Bergmann.

Beim Speerwerfen musste indes Olympiasieger Thomas Röhler vom LC Jena eine Niederlage einstecken. Bernhard Seifert vom SC Potsdam gewann mit 86,19 Meter. Röhler kam auf 85,69.

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