Eishockey-Ostseeliga
Eishockey-Derby mit großen Personalsorgen

Die Neubrandenburg Blizzards (blau) haben in dieser Saison schon zwei Siege verbuchen können.
Die Neubrandenburg Blizzards (blau) haben in dieser Saison schon zwei Siege verbuchen können.
Peter Krüger

Verkehrte Welt in der Ostseeliga. Die Außenseiter mischen bisher die Liga auf und treffen nun aufeinander.

Wenn am Samstagabend (18 Uhr/Eishalle Malchow) die Müritz Wikinger auf die Malchower Wölfe treffen, dann wäre dieses Spiel für gewöhnlich das absolute Spitzenspiel in der Eishockey-Ostseeliga.

Doch wenn man auf die aktuelle Tabelle schaut, dann findet dieses Spitzenspiel tatsächlich im knapp 90 Kilometer entfernten Rostock statt. Und zwar in der Rostocker Schillingallee (19 Uhr), wo der Tabellenerste, die Rostock Kodiaks, auf den direkten Verfolger, den Neubrandburg Blizzards, trifft.

„Mit einem Blick auf die Tabelle könnte man tatsächlich von einem Top-Duell sprechen“, lacht Neubrandenburgs Vereinschef Martin Endlich, „doch wir wissen natürlich alle, dass die Klinker und Malchower in unserer Liga die absoluten Favoriten sind.

Personell siehts wieder besser aus

Platz eins für Rostock und Rang zwei für uns, ist einfach nicht mehr als eine schöne Momentaufnahme“. Auch für das Spiel in Rostock schiebt Endlich die Favoritenrolle gerne den Kodiaks aus der Hansestadt zu. „Die Rostocker haben im Vergleich zum Vorjahr viele neue junge Spieler im Kader, die das Niveau des Teams deutlich angehoben haben“, weiß Endlich, „nicht ohne Grund konnten sie in Malchow sogar einen Sieg feiern“.

Doch so groß der Respekt vor den Hausherren auch ist, so einfach werden sich die Viertorestädter natürlich auch nicht geschlagen geben. „Wir wollen uns so teuer wie möglich verkaufen“, so Endlich. Personell sieht es für die Blizzards im Vergleich zum Spiel in der Vorwoche schon wieder etwas besser aus.

Auch Youngster Paul Reimann ist wieder im Kader, der am vergangenen Wochenende noch mit den Rostocker Nasenbären bei der Deutschen U19-Meisterschaft im Inline-Skaterhockey auf dem Hallenparkett stand. Am Ende sprang dort ein neunter Platz raus.

Ein Sieg herausspringen, so die Hoffnung der Müritz Wikinger, sollte im vermeintlichen Spitzenspiel gegen die Malchower Wölfe für den Vorjahresmeister. Doch Wikinger-Chef Peter Zander und seinem Team plagen arge Personalsorgen.

Leistungsträger werden fehlen

„Wir wollen natürlich dieses Spiel gewinnen, wissen aber dass es verdammt schwer wird, denn Malchow ist ein großer Mitfavorit um den Titel“, so Zander. Aber auch diesem großen Mitfavoriten aus der Inselstadt werden beim Spiel am Samstag so einige Stützen fehlen.

„Uns fehlen fünf bis sechs wichtige Spieler“, so Wölfe-Spieler Robert Benz. Doch auch die Wölfe geben sich kämpferisch: „Wir geben unser Bestes und werden dann sehen, was am Ende dabei rum kommt“.