IM WOHNZIMMER VON HANSA ROSTOCK

Ex-Boxweltmeister träumt vom Fight im Ostseestadion

Über ein Jahr ist es her, dass Jürgen Brähmer bei einem Profikampf im Boxring stand. Jetzt will er gegen Felix Sturm boxen. Der 42-Jährige wüsste auch schon, wo.
Jürgen Brähmer hält sich in seinem Gym fit und hofft auf baldige Rückkehr in den Boxring.
Jürgen Brähmer hält sich in seinem Gym fit und hofft auf baldige Rückkehr in den Boxring. Peter Krüger
Im Rostocker Ostseestadion würde Jürgen Brähmer gern seinen nächsten Kampf ausrichten.
Im Rostocker Ostseestadion würde Jürgen Brähmer gern seinen nächsten Kampf ausrichten. Peter Krüger
Schwerin ·

Fast täglich schlendert Ex-Box-Weltmeister Jürgen Brähmer in sein eigenes Gym. Auf dem Gelände eines ehemaligen Schweriner Wasserwerkes geht es dann ordentlich zur Sache.

Auch mit 42 Jahren ist der gebürtige Stralsunder noch top fit. Fit genug, um endlich seinen nächsten, seinen 55. Profikampf zu bestreiten. Auch einen möglichen Gegner hätte Brähmer für diesen Fight schon im Kopf: Felix Sturm.

Der ehemalige Weltmeister verschiedener Verbände hatte vor Kurzem zwar ein erfolgreiches Comeback im Ring gefeiert, doch eben zuletzt auch immer wieder Ärger mit der Justiz.

Hafturteil ist noch nicht rechtskräftig

Sturm wurde im vergangenen Jahr wegen Steuerhinterziehung und Dopings zu drei Jahren Haft verurteilt. Das Urteil ist jedoch noch nicht rechtskräftig, da der ebenfalls 42-Jährige Revision eingelegt hatte.

Knapp fünf Jahre nach seinem letzten Profikampf feierte Sturm im Dezember seine Rückkehr in den Boxring, besiegte den Düsseldorfer Timo Rost klar nach Punkten.

„Solch eine Rückkehr ist ja schön und gut“, meint Jürgen Brähmer, „doch nun sollte er auch den nächsten Schritt gehen“. Und der nächste Schritt wäre nach Meinung des Wahl-Schweriners eben der Kampf „Brähmer versus Sturm“.

Ein Kampf, „den ganz Deutschland interessieren würde“, ist sich Brähmer sicher. Und hat gleich mal die nötigen Unterlagen für ein Zustandekommen dieses Kampfes an den Universum-Boxstall weitergegeben: „Ich habe jetzt mein Interesse bekundet. Jetzt sollen die sich darum kümmern, ob, wie und wo der Kampf stattfindet. Ich bin bereit.“

Als Amateure aufeinandergetroffen

Wo, dafür hätte Brähmer auch schon eine Idee. „Ich würde gerne im Rostocker Ostseestadion boxen, dort wäre man unter freiem Himmel und könnte zeitgleich auch die ganzen Coronamaßnahmen besser im Auge behalten“. Doch auch Düsseldorf als Austragungsort wäre eventuell eine Option, so der frühere Champion.

Sollte der Kampf zustande kommen, wäre es das zweite Aufeinandertreffen der beiden, bei den Profis allerdings das erste Mal. 1997 trafen Brähmer und Sturm im Finale der Deutschen Meisterschaft bei den Amateuren aufeinander, mit dem besseren Ende für Brähmer, der im Dezember 2019 letztmals als Kämpfer im Ring stand.

Boxchampion drückt Hansa für Aufstieg die Daumen

Der sieht sich auch bei einem möglichen Kampf „im Mai oder Juni“ im Vorteil, „ich denke, ich boxe vielseitiger und habe die härtere Schlagkraft“. Und wenn es am Ende nicht mit einer Austragung im Ostseestadion klappen sollte, dann schaut Brähmer als Hansa-Fan mit einem Auge trotzdem noch oft genug dorthin.

„Die Jungs machen das in dieser Saison richtig gut“, schwärmt der Faustkämpfer, „die Trainer scheinen dort gute Arbeit zu leisten, wenn man sieht, wie oft Hansa noch im zweiten Durchgang die Spiele dreht. Die scheinen echt fit zu sein“. So fit wie Brähmer selbst, der eben nur noch auf seinen nächsten Fight wartet.

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