FUßBALL

EX-TSG-Manager in Erfurt gefeuert

Oliver Bornemann verabschiedete sich damals nicht im Guten aus Neustrelitz. Nun ist für ihn auch beim thüringischen Traditionsclub Schluss.
Thomas Krause Thomas Krause
Sportdirektor Oliver Bornemann und Rot-Weiß Erfurt haben sich getrennt.
Sportdirektor Oliver Bornemann und Rot-Weiß Erfurt haben sich getrennt.
Erfurt.

Fußball-Regionalligist FC Rot-Weiß Erfurt hat sich von seinem Sportdirektor Oliver Bornemann getrennt.

Wie die Thüringer Allgemeine berichtete, hätte man sich im beiderseitigem Einvernehmen darauf geeinigt, die Zusammenarbeit am Ende der Saison zu beenden. Laut Verein hat Herr Bornemann nun seinen noch offenen Urlaub genommen und sei mit sofortiger Wirkung von seinen Aufgaben entbunden.

Üner die Gründe ist noch nichts bekannt. Laut Zeitung wollten sich weder Bornemann noch Vertreter des thüringischen Fußballclubs äußern.

Ex-Manager sorgte bei der TSG für Aufregung

Der aus Hannover stammende Sportdirektor war vor einem Jahr gemeinsam mit Trainer Thomas Brdaric zum FC Rot-Weiß Erfurt gekommen. Erfahrungen konnten beide bei der TSG Neustrelitz sammeln.

2012 stiegen sie mit der TSG von der Oberliga in die Regionalliga auf und wurden 2014 sogar Staffelsieger. Den Durchmarsch in die dritte Liga verhinderten dann zwei verlorene Reglegationsspiele gegen den FSV Mainz II.

Bornemann hatte zuletzt in Neustrelitz für Aufregeung gesorgt, als er in einem Gespräch mit dem Nordkurier erklärt hatte, der damalige Abstieg aus der Regionalliga sei vermeidbar gewesen, es seien aber zu viele Fehler gemacht worden.

Der TSG-Vorstand wies die Vorwürfe zurück, machte seinen ehemaligen Sportvorstand Bornemann vielmehr dafür mitverantwortlich, dass der Fußballclub in finanzielle Schwierigkeiten geriet. Bornemann habe zum Beispiel für Transfers zu viel Geld ausgegeben, hieß es.

Bornemann machte gute Arbeit

Nach nicht einmal einem Jahr ist Bornemanns Zeit in Erfurt nun abgelaufen. Anfang Mai 2018 stieg er beim FC Rot-Weiß als Sportdirektor ein, sollte nach Abstieg und Insolvenz den sportlichen Neuanfang des krisengeschüttelten Clubs gestalten.

Obwohl er in wenigen Wochen eine konkurrenzfähige Mannschaft aufgebaut hat, die sich als aktueller Tabellenfünfter in der Fußball-Regionalliga Nordost achtbar schlägt, musste er jetzt gehen.

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