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98. Bergringrennen

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Fällt der Rundenrekord von Superstar Simon Wigg?

Beim Internationalen Teterower Bergringrennen rollen die Fahrer am Sonntag wueder an den Start.
Beim Internationalen Teterower Bergringrennen rollen die Fahrer am Sonntag wueder an den Start.
Heiko Brosin

Zum 98. Mal wird am Sonntag das Bergringrennen ausgetragen. Mehr als 10 000 Fans werden in Teterow erwartet. Auf sie wartet Spektakuläres.

Die Show hält auch beim Teterower Bergringrennen Einzug. Mit einem spektakulären Einzelzeitfahren wird die traditionsreiche Motorsport-Veranstaltung am Sonntag um 12 Uhr eröffnet.

Und so soll es laufen: Die acht trainingsschnellsten Fahrer wollen den Rundenrekord auf der 1877 Meter langen Grasbahn verbessern. Der legendäre Brite Simon Wigg hatte 1998 mit 121,795 km/h den Rekord aufgestellt. Der Sieger erhält den Pokal der „Großen Bergring-Acht”. Der Name ist in Anlehnung dem einer Acht ähnelden Bergring-Strecke gewählt worden. „Es ist ganz klar ein Show-Teil”, sagt Veranstaltungsleiter Adolf Schlaak, sei aber notwendig, um den Zuschauern etwas Neues bieten zu können.

Rennen erstmals an einem Tag

Simon Wigg war einer der besten Bahnfahrer der Welt. Sein größter Einzel-Erfolg im Speedway war der zweite Platz bei den Weltmeisterschaften 1989 in München. Erfolgreicher als im Speedway war er auf längeren Bahnen. Der Brite, der auch das Bergringrennen gewonnen hatte, holte fünfmal den Titel bei der Langbahn-Weltmeisterschaft. 2000 starb Simon Wigg an den Folgen eines Hirntumors.

Es ist aber nicht die einzige Neuheit bei der 98. Auflage des Bergringrennens. Die Veranstaltung in Teterow wird erstmals kompakt an einem Tag ausgetragen. Am Sonntagmorgen beginnt um 8.30 Uhr das Training, um 12 Uhr wird das erste von mindestens 18 Rennen auf der Grasbahn gestartet. Vor allem wirtschaftliche Gründe seien der Grund gewesen, heißt es.

Start ist am Samstagabend

In der Königsklasse (500ccm) ist unter anderem der Brite Paul Cooper dabei, der im Vorjahr sowohl den Bergringpokal als auch das Grüne Band gewonnen hatte. Im Hauptrennen will zudem ein Speedway-Star seine Grasbahn-Premiere feiern: Martin Smolinski.

Der Veranstalter räumt dem Olchinger dafür sogar die Möglichkeit ein, die Strecke am Samstag schon einmal abfahren zu können. „Es ist ein Kurs, den man kennenlernen muss. Martin will danach entscheiden, ob er am Sonntag antritt”, sagt Schlaak. Zwei Jahre habe er daran „gearbeitet”, Smolinski einen Start auf dem Bergring schmackhaft zu machen – jetzt ist das Speedway-Ass bereit.

Los geht es bereits am Samstagabend mit dem auch in diesem Jahr stark besetzten Speedway-Rennen um den Auerhahn-Pokal. Im Bergring-Motodrom rollt ab 17 Uhr zunächst ein internationales Fahrerfeld in der 250-er Klasse an die Bänder. Um 19 Uhr starten dann Speedway-Fahrer aus zehn Ländern.